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Finanzielle Probleme
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Mindestens vier Apotheken wegen AvP-Pleite in Insolvenz

Aufgrund der AvP-Pleite haben knapp 3000 Apotheken in Deutschland erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Nach Informationen der PZ mussten sogar mindestens vier Apotheken Insolvenz anmelden. Davon haben zwei Apotheken in Sachsen ihren Betrieb bereits aufgegeben.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 04.02.2021  09:00 Uhr

Apotheken bleiben auch nach Betriebsaufgabe Gläubiger bei AvP

Doch haben Apotheken, die ihren Betrieb aufgeben überhaupt noch eine Chance an ihre fehlenden AvP-Abschlagszahlungen zu kommen? Ja, meint Jan-Philipp Hoos, Insolvenzverwalter bei AvP. Er erklärte auf Nachfrage der PZ: »Wenn ein Apotheker seinen Betrieb aufgibt, bleibt er selbstverständlich ein Gläubiger. Sollte sich seine Anschrift aufgrund der Betriebsaufgabe ändern, muss er dies lediglich schriftlich mitteilen.«

Andere Verbände haben keinerlei Information über die Aufgabe oder Insolvenz der betroffenen Apotheken. Dies ist in Baden-Württemberg (351 betroffene Apotheken), Bremen (3), Hessen (126), Niedersachsen (117), Nordrhein (Nordrhein-Westfalen insgesamt: 640) und Rheinland-Pfalz (62) der Fall. Die Sprecher der jeweiligen Verbände erklärten gegenüber der PZ, dass sie keinen konkreten Überblick darüber hätten, aus welchen Gründen Apotheken schließen würden. Nur Betriebsaufgaben werden demnach meist ohne Angaben von Gründen bei den Verbänden gemeldet. Von Insolvenzen erführen die Verbände nicht unbedingt, so die Sprecher.

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