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Jahresbilanz 2018

Merck profitiert vom Verkauf der OTC-Sparte

Der Verkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien an den Konsumgüterriesen Procter & Gamble hat Merck einen Ergebnissprung beschert.
dpa
07.03.2019
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Durch den Verkauf seiner OTC-Sparte kann Merck das Geschäftsjahr 2018 mit einem ordentlichen Gewinnanstieg abschließen. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern steigerte den Gewinn unterm Strich binnen Jahresfrist um fast 30 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro, wie Merck am Donnerstag erklärte.

Im Tagesgeschäft lief es für Merck hingegen nicht rund. Der Konzern hatte abermals mit asiatischer Konkurrenz im Geschäft mit Flüssigkristallen zu kämpfen, die etwa in Smartphone- und TV-Displays zum Einsatz kommen. Hier lief es immerhin im zweiten Halbjahr besser, weil Kunden in China mehr abnahmen. Der Umsatz kletterte dank eines starken Schlussquartals von 14,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf nun 14,8 Milliarden Euro. Kräftige Währungseffekte drückten jedoch das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um knapp 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Merck litt unter einem schwächeren Dollar und der starken Abwertung lateinamerikanischer Währungen, sodass Umsätze bei der Umrechnung in Euro geringer ausfielen. Für 2019 erwartet der Konzern nun leichte Zuwächse bei Umsatz und Betriebsgewinn aus eigener Kraft.

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