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Umfrage
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Menschen sind bereit für Impfungen in der Apotheke

5000 Menschen ließ Pfizer befragen, wie sie zum Impfen in der Apotheke stehen. Viele wollen sich dort gern impfen lassen. Zwei Dritteln ist das niedrigschwellige, zusätzliche Angebot auch bereits bekannt.
AutorKontaktPZ
Datum 30.07.2026  16:20 Uhr

Die gesetzliche Erlaubnis ist da, dass entsprechend geschulte Apothekerinnen und Apotheker alle verfügbaren Totimpfstoffe verimpfen dürfen. Derzeit wird über das Honorar verhandelt, und die Kammern bereiten entsprechende Schulungen vor. Dabei gilt: Wer den praktischen Teil im Rahmen der Corona- oder Grippeimpfungen bereits absolviert hat, soll nur die fehlende Theorie nachholen müssen, sofern es sich um intramuskulär zu verabreichende Impfstoffe handelt, was auf die meisten Totimpfstoffe zutrifft.

Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt die Ausweitung der Impfrechte für Apotheker, teilte nun Pfizer mit. Der Impfstoffhersteller hatte eine Befragung von 5000 Personen ab 18 Jahren beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben. Demnach ist rund zwei Dritteln bereits bekannt, dass das Impfen in der Apotheke möglich ist.

55 Prozent der Befragten können sich das auch grundsätzlich für sich selbst vorstellen – bei den 30- bis 39-Jährigen sogar drei von vier Befragten. Rund die Hälfte (51 Prozent) bewertet es ausdrücklich positiv, dass auch Apothekerinnen und Apotheker impfen dürfen.

Kurze Wartezeiten, flexible Öffnungszeiten, gute Erreichbarkeit

Als Gründe, die für die Apotheke sprechen, wurden vor allem kurze Wartezeiten, flexiblere Öffnungszeiten und gute Erreichbarkeit genannt. »Genau diese niedrigschwelligen Faktoren erschließen Kundengruppen, die den Weg in die ärztliche Praxis scheuen oder aufschieben«, so Pfizer in einer Pressemitteilung. Neben dem Ziel, die Impfquoten zu erhöhen, hat das Impfen auch positive »Nebenwirkungen« auf die Apotheken.

»Für Apotheken ist das neben ihrer Rolle als Präventionstreiber eine konkrete betriebswirtschaftliche Chance, um sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu positionieren und von Versandapotheken abzugrenzen.« Jede Impfung stärke die Kundenbindung und schaffe Beratungsanlässe und Anknüpfungspunkte für weitere Gesundheitsleistungen. Mit der Vergütung der Totimpfstoff-Impfungen sowie der neuen präventiven Dienstleistungen entstehe ein planbarer, wiederkehrender und zusätzlicher Umsatzstrom jenseits der klassischen Arzneimittelabgabe.

Pfizer ließ zudem 1500 Menschen befragen, die sich bereits in einer Apotheke impfen ließen. Neun von zehn gaben an, dass sie sich wieder in der Apotheke impfen lassen würden. Vor die Wahl gestellt, ob man sich in der Apotheke oder Arztpraxis impfen lässt, fällt das Ergebnis mit 45 versus 50 Prozent relativ knapp aus. Die Sicherheit und Kompetenz der Apothekenimpfung wird mit jeweils 83 Prozent hoch eingeschätzt.

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