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Neuseeland
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Mehr Rechte für die öffentliche Apotheke

Künftig sollen Apotheken in Neuseeland staatlich finanzierte Arzneimittel für häufig auftretende Erkrankungen direkt an Kinder und ihre Familien abgeben können. Ziel ist es, den Zugang zur Versorgung insbesondere in ländlichen und abgelegenen Regionen zu verbessern.
AutorKontaktPZ
Datum 27.05.2026  16:00 Uhr

Mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) erhalten Apotheken  in Deutschland neue Aufgaben,  wie etwa die Verabreichung von Totimpfstoffen oder die Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne Vorlage einer Verordnung unter bestimmten Umständen. Doch nicht nur hierzulande werden Apotheken mit mehr Aufgaben betraut. Auch in Neuseeland ist dies der Fall.

Der Apothekenverband »Pharmacy Guild of New Zealand« (Guild) hat in einer Pressemitteilung eine geplante Ausweitung der Rolle öffentlicher Apotheken in Neuseeland begrüßt. Demnach sollen Apotheken künftig staatlich finanzierte Arzneimittel für häufige Erkrankungen direkt an Kinder und ihre Familien abgeben können.

Ziel: Verbesserte Versorgung und Entlastung des Gesundheitssystems

Vorgesehen sind Arzneimittel zur Behandlung von Fieber und Schmerzen, Dehydration, Krätze, Läusen, Bindehautentzündungen sowie bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen und Präparate zur Notfallverhütung. Ziel ist es laut Verband, den Zugang zur Versorgung – insbesondere in ländlichen und abgelegenen Regionen – zu verbessern und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten.

»Apothekerinnen und Apotheker sind hochqualifizierte Gesundheitsfachkräfte, die bereits Behandlungen und Beratungen für diese und viele weitere häufige Gesundheitsprobleme anbieten. Es ist großartig zu sehen, dass diese Rolle anerkannt wird und staatliche Unterstützung erhält«, sagt Kesh Naidoo-Rauf, Präsidentin der Guild. Grundlage für die neuen Aufgaben sei ein vom Verband bereits für das Jahr 2025 gesichertes Budget in Höhe von 5 Millionen Neuseeland-Dollar (umgerechnet 2,5 Millionen Euro).

Die Apothekerschaft betont außerdem, dass Apotheken durch ihre gute Erreichbarkeit und ihre langen Öffnungszeiten eine wichtige, niedrigschwellige Versorgungsfunktion übernehmen und somit Hausärzte und Krankenhäuser entlasten können.

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