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Impfstrategie
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Lauterbach verspricht drei Impfstoffe für den Herbst

Prof. Karl Lauterbach (SPD) will keinen Impfstoffmangel mehr riskieren. Daher hat die Bundesregierung für alle möglichen Virusvarianten Impfstoffe bestellt. Auch ein neues Infektionsschutzgesetz schließt der Bundesgesundheitsminister nicht aus. Außerdem will er dieser Tage mit den G7-Gesundheitsministerin einen Pandemie-Pakt schließen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 18.05.2022  16:15 Uhr

Freitag soll Beschluss zum Pandemie-Pakt stehen

Darüber hinaus berichtete Lauterbach über den sogenannten Pandemie-Pakt, den er gerne in den nächsten Tagen mit den G7-Gesundheitsministerin schließen möchte. Dabei handelt es sich um »ein weltumspannendes System«, wie er sagte. Ziel ist es, künftig unter anderem die Ausbreitung von Viren zu überwachen, drohende Pandemien frühzeitig zu erkennen, effektiv darauf zu reagieren sowie schnell Wirk- beziehungsweise Impfstoffe herzustellen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll dabei eine »zentral koordinierende Rolle« erhalten.

Auch der Klimawandel spielt in dem geplanten Pakt eine Rolle. Denn dessen Folgen wirkten sich auch auf die menschliche Gesundheit aus. So mache etwa ein linearer Anstieg der Temperatur Pandemien in Zukunft wahrscheinlicher, bemerkte Lauterbach. Teil des Abkommens soll demnach auch die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen sein. Dabei gelte es, deren unnötigen Einsatz zu reduzieren sowie Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika zu fördern.

Damit nicht genug: Wie Lauterbach schilderte, wird es darin auch um Transparenz und Vertrauen zwischen den Ländern und zwar über »politische Gräben hinweg« gehen. Misstrauen könne man sich angesichts weiterer Pandemien nicht erlauben. Für diesen Freitag kündigte Lauterbach einen entsprechenden Beschluss zu dem Pandemie-Pakt an.

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