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Prävention und Betreuung
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Krebspatienten in der Apotheke

Rund um das Thema Krebs haben Apotheken vielfältige Aufgaben: Sie reichen von der Krebsprävention bis zur pharmazeutischen Unterstützung bei onkologischen Erkrankungen.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 25.09.2026  13:00 Uhr

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) in Regensburg fand auch in diesem Jahr der Tag der Offizinpharmazie statt. Organisiert wurde er gemeinsam mit der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK) als Onlineveranstaltung. Im Fokus der drei Vorträge standen die Möglichkeiten, einer Krebserkrankung vorzubeugen, und die Betreuung von Krebspatienten in der Apotheke. Letzteres unter anderem – aber nicht nur – im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistung (pDL) »Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie«.

Prävention von Krebserkrankungen

Krebs stellt nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache dar. Mehr als 500.000 Neuerkrankungen gibt es jedes Jahr in Deutschland und rund 230.000 Todesfälle (Stand 2023). Die Tendenz ist steigend, nicht zuletzt wegen des zunehmenden Durchschnittsalters der Bevölkerung.

»Gut ein Drittel davon könnte möglicherweise vermieden werden«, sagte Professor Dr. Ralf Küppers von der Universitätsmedizin Essen. An erster Stelle steht dabei der Verzicht auf das Rauchen, aber auch ein konsequenter UV-Schutz sowie eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung – beides auch wichtig zur Reduktion von Übergewicht, das ebenfalls einen Risikofaktor darstellt –, gehören dazu. Nicht zuletzt können bestimmte Impfungen oder Therapien gegen krebsfördernde Viren und Bakterien wichtige Prophylaxe-Maßnahmen darstellen, etwa Impfungen gegen Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV) und Hepatitis-B-Viren (HBV) sowie eine Helicobacter-pylori-Eradikation. »Apotheken können hierbei wichtige Aufklärungsarbeit und Unterstützung leisten«, so Küppers.

Doch wie ermittelt man überhaupt Risikofaktoren? Neben einer Kombination aus epidemiologischen Studien, Tierexperimenten und Experimenten mit Zelllinien kämen heute genetische »Fußspuren« hinzu, so der Referent. Dabei handelt es sich um Mutationssignaturen in Krebsgenom-Sequenzierungen aus Biopsien, die es ermöglichen, das gesamte Muster eines Krebsfalles zu bestimmen und Tumor-DNA mit der DNA gesunder Zellen zu vergleichen. Zukünftig könnte dies bei der Auswahl gezielter Krebstherapien wichtige Informationen liefern.

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