| Sven Siebenand |
| 30.09.2022 14:00 Uhr |
Der Mediziner verwies darauf, dass die genannten Komplement-Hemmer lebenslang alle ein bis zwei Wochen intravitreal injiziert werden müssen. Da die regelmäßige Spritzenapplikation über viele Jahre sehr aufwendig ist, werde auch an gentherapeutischen Ansätzen gearbeitet. Dabei könnte eine einmalige Behandlung ausreichen, welche dann lebenslang wirken würde. Eine Gentherapie auf der Basis eines adenoassoziierten Virus, GT005, wird derzeit in Phase II getestet. GT005 führt das Gen für den Komplement-Faktor I ein, sodass dessen Spiegel erhöht werden. Der Faktor hat eine regulatorische Funktion und soll so die Aktivität des Komplement-Systems im Bereich der Makula drosseln.
AMD-Therapeutika kämen laut Holz natürlich auch für eine Prüfung der Anwendung in frühen Erkrankungsstadien infrage. Ziel wäre hier eine Prävention und damit Vermeidung der Entwicklung von Spätstadien der Erkrankung.