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Milliardenlücke erwartet
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Kassen wollen Klarheit für künftige Finanzierung

Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordern angesichts einer erwarteten Milliardenlücke im kommenden Jahr rasche Klarheit für eine grundlegend stabilere Finanzierung. »Es drängt massiv«, sagte die Vorstandschefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, am heutigen Mittwoch in Kremmen bei Berlin.
AutorKontaktdpa
Datum 08.06.2022  17:30 Uhr

Pfeiffer betont Auswirkungen der Inflation 

Pfeiffer erläuterte, dass die Lücke von 17 Milliarden Euro einer Beitragsanhebung um 1,1 Prozentpunkte entspräche. Sie wies auch auf Auswirkungen auf Kassenmitglieder und Arbeitgeber angesichts der derzeit hohen Inflation hin. Rein rechnerisch entsprechen 0,1 Punkte beim Beitragssatz demnach Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro.

Nach einem Minus von knapp 5,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gebe es im Moment keine Veranlassung, für 2022 ein erneutes Defizit anzunehmen, machte Pfeiffer deutlich. Zusätzliche Ausgaben für Geflüchtete aus der Ukraine dürften keine dramatische Größenordnung ausmachen. Laut Verband sind für dieses Jahr 300.000 neue Versicherte und Ausgaben von 400 Millionen bis 500 Millionen Euro zu erwarten.

 

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