| Paulina Kamm |
| 08.05.2026 14:30 Uhr |
Was es auch ist, die Apotheke ist da. In den »Safe-Space-Apotheken« können Jugendliche Hilfe, Beratung und Orientierung erhalten. / © Adobe Stock/Drobot Dean
Die Apotheke vor Ort kann Jugendliche auf vielen Wegen erreichen: unkomplizierte, niedrigschwellige und wohnortnahe Versorgung sowie Beratung, meist sogar ohne Termin und lange Wartezeiten. Die Jugendorganisation »OurGenerationZ« (OGZ) möchte diese Ressourcen nutzen, um Jugendliche in Alltags- und Gesundheitsproblemen zu unterstützen. Die Mitgründerin, Sprecherin der OGZ Deutschland und Vorstandsvorsitzende des Fördervereins OurGenerationZ, Lara Laurenz, beschloss, dass neben den klassischen Online-Angeboten für Jugendliche auch vor Ort und in Persona Bedarf besteht.
Aktuell nehmen laut der eigenen Informationsseite der Safe-Space-Apotheken 31 Apotheken am Projekt teil und beraten zu vier Hauptthemenblöcken: Angst und Überforderung im Alltag, Belastungen im Jugendalter, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit und Belastungen im familiären Umfeld. Die teilnehmenden Apotheken stehen den Jugendlichen bei anhaltenden Sorgen, Druck oder sozialer Unsicherheit, Schulstress, Konflikten oder emotionale Krisen, anhaltender Niedergeschlagenheit, Rückzug oder Erschöpfung, Überforderung oder in schwierigen Lebenssituationen bei.
Die Apotheken bieten die Möglichkeit eines vertraulichen Erstkontakts an. Hierfür brauchen die Jugendlichen keinen Termin. Das Gespräch findet in einem separaten Beratungsraum statt. Das Personal hört zu, ordnet ein und schlägt mögliche Unterstützungsangebote vor. Wichtig: Es werden keine Diagnosen gestellt, sondern ausschließlich Orientierung angeboten. Auf Wunsch der Jugendlichen und bei Bedarf wird anonym Kontakt zu ausgewählten Beratrungsstellen, psychologischer Betreuung oder anderen sozialen Einrichtungen hergestellt. Dabei steht das Apothekenpersonal als Begleitung und Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung.