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Psychische Gesundheit
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Jüngeren geht es schlechter als je zuvor

Weltweit fühlen sich junge Erwachsene so unglücklich wie nie zuvor. Das zeigen Daten aus mehr als 40 Ländern. Psychische Probleme beginnen schon in der Jugend. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 29.08.2025  09:30 Uhr

Krise, Kriege, Klimawandel

Sowohl Brockmann als auch Ruckriegel bestätigen den großen Einfluss der Corona-Pandemie und halten es zudem für wahrscheinlich, dass auch die düstere, unberechenbare Weltlage mit Kriegen und Klimakrise einen Einfluss hat. Bleibt die Frage: Ist die mögliche Trendwende eigentlich schlimm? Immerhin scheint die Zufriedenheit ja über die Lebensspanne hinweg zuzunehmen.

Das Forschungsteam weist jedoch auf die weitreichenden Auswirkungen psychischer Probleme hin – von damit verknüpften körperlichen Problemen bis hin zu Schulleistungen oder der Beteiligung am Arbeitsmarkt. Auch Brockmann betont: »Das Jugendalter ist ein besonders wichtiger Lebensabschnitt. Wenn man die jungen Menschen in diesem Alter an mentale Erkrankungen verliert, dann verliert man sie eventuell für das ganze Leben.«

Erst kürzlich hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Analyse präsentiert, der zufolge der Anteil derjenigen, die ihr Wohlbefinden als gering einstuften, mit fast 40 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen besonders hoch ist. Bei den 65- bis 79-Jährigen lag der Wert nur bei etwa 17 Prozent. Zudem zeigte eine im Journal »Nature Mental Health« vorgestellte Analyse, dass der Wohlbefinden-Index im Mittel von 22 betrachteten Länder bis zum 50. Lebensjahr im Wesentlichen gleich blieb und erst mit dem Alter anstieg. Jüngere Jahrgänge hätten offenbar mehr Probleme als frühere Generationen, schreibt das Team dieser Studie.

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