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Brustkrebs
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IQWiG sieht Zusatznutzen bei Talazoparib

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem PARP-Inhibitor Talazoparib einen »Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen« bei Brustkrebs attestiert.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 02.09.2020  13:48 Uhr

Weniger Leiden, mehr Lebensqualität

Insbesondere fehlten Daten zu der Frage, wie es den Patientinnen nach Progression der Erkrankung geht und welche Auswirkungen die Progression auf ihre Lebensqualität hat. »Nötig wäre es, diese Veränderungen über den gesamten Studienzeitraum zu erheben, also auch nach einer Progression«, meint dazu Volker Vervölgyi, der im IQWiG als Bereichsleiter für die Nutzenbewertung von Onkologika zuständig ist. »Und machbar wäre das auch.«

Trotzdem fällt die Gesamtbewertung insgesamt positiv aus, auch wenn es nur für einen »Anhaltspunkt« und nicht für einen »Hinweis« auf einen beträchtlichen Zusatznutzen reicht. Zwar zeigte sich beim Endpunkt Gesamtüberleben kein statistisch signifikanter Unterschied. »In den anderen Endpunktkategorien gibt es dagegen viele positive und nur wenige negative Effekte von Talazoparib im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie«, so das IQWiG.

Zum Großteil sei die Verbesserung der Lebensqualität beträchtlich und die Patientinnen unter Talazoparib litten unter anderem weniger unter Schmerzen und Schlaflosigkeit. Nachteile bei den Nebenwirkungen beschränkten sich auf Anämie und Thrombozytopenie, bezüglich anderer unerwünschter Effekte sei Talazoparib dagegen im Vorteil.

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