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ABDA-Datenpanel

Investment in die Zukunft

Am 1. Oktober ist das ABDA-Datenpanel an den Start gegangen. Über eine Online-Befragung sollen künftig valide Daten zur wirtschaftlichen Situation und vielfältigen Arbeit der öffentlichen Apotheken bereitstehen. Im Folgenden beantwortet die ABDA die wichtigsten Fragen zu ihrem neuen Panel.
ABDA
01.11.2018
Datenschutz bei der PZ

PZ: Was genau ist das ABDA-Datenpanel?

ABDA: Das ABDA-Datenpanel hat das Ziel, durch eine Online-Befragung verlässliche Daten der öffentlichen Apotheken zu generieren. Aus diesem Grund werden aktuelle Kennzahlen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Situation und zum Tätigkeitsspektrum der Apotheken jährlich erfasst und ausgewertet. Anhand der wiederkehrenden Datenerfassung durch die Befragung im Rahmen des ABDA-Datenpanels ist es künftig möglich, Entwicklungstendenzen (zum Beispiel regionale Entwicklungen) aufzuzeigen und valide Daten zu den von öffentlichen Apotheken erbrachten Leistungen zu gewinnen.

PZ: Welche Bedeutung hat das ABDA-Datenpanel?

ABDA: Der Beruf des Apothekers wird in der Öffentlichkeit oftmals sehr eindimensional wahrgenommen, so als wären die Apotheker lediglich mit der Abgabe von Arzneimittelpackungen beschäftigt. Dabei beinhaltet der Apothekerberuf ein vielfältiges Leistungsangebot. Es reicht von der Beratung in Akutfällen über die Anfertigung individueller Rezepturen bis hin zur Begleitung von Schwerstkranken und Pflegebedürftigen in allen Fragen der Medikation sowie der Hilfsmittelversorgung. Das Datenpanel soll dabei helfen, die Vielfalt der öffentlichen Apotheke vor Ort aufzuzeigen. Der ABDA werden damit künftig repräsentative Daten und Fakten zur Verfügung stehen, die ihre strategische Positionierung unterstützen und als Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Gespräche mit Politik, Krankenkassen und Marktpartnern dienen. Die für die Gesellschaft wichtige Bedeutung der öffentlichen Apotheke muss in Zukunft stärker in den Fokus der Betrachtung gerückt werden.

PZ: Welche Fragen werden gestellt?

ABDA: Die Befragung des ABDA-Datenpanels gliedert sich in vier verschiedenen Themenbereiche. Im Kern erfolgt eine Abfrage von Strukturdaten (zum Beispiel zur Personalsituation und erbrachten Dienstleistungen) sowie von betriebswirtschaftlichen Daten (zum Beispiel Umsatz- und Kostenstruktur.

PZ: Welche Motivation sollte Apothekeninhaber und -leiter zur Teilnahme am ABDA-Datenpanel bewegen?

ABDA: Die hauptsächliche Motivation sollte aus dem Interesse und Bestreben des Apothekers für die Zukunft seines eigenen Berufsstands resultieren. Jeder Apotheker in einer öffentlichen Apotheke sollte sich bewusst sein, dass er durch seinen persönlichen Beitrag eine bessere Vertretung seiner Interessen ermöglicht. Seine Teilnahme an der Befragung des ABDA-Datenpanels sollte er daher als Investment in die eigene Zukunftssicherung verstehen. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung für die vollständige Beantwortung der Fragen.

PZ: Wird das ABDA-Datenpanel dem Berufsstand wirklich helfen? Vielen Apothekern ist der Onlinefragebogen von 2HM und die ungünstige Interpretation der Antworten noch in schlechter Erinnerung.

ABDA: Genau aus diesem Grund hat die ABDA ein eigenständiges Datentool erarbeitet. Bei der Konzeption des Online-Fragebogens für das ABDA-Datenpanel wurden die Schwierigkeiten der 2HM- Studie berücksichtigt und kritisch hinterfragt. Der erstellte Fragenkatalog des ABDA-Datenpanels wurde durch Experten intensiv diskutiert und erprobt. Das Panel ist überdies ein lernendes System, das Weiterentwicklungen zulässt.

Z: Wie stellt die ABDA den Datenschutz sicher?

ABDA: Datensicherheit und Anonymität sind maßgebliche Prinzipien des ABDA-Datenpanels. Der Schutz sensibler Daten wird durch umfangreiche Maßnahmen gesichert. Die Auswertung der Befragung erfolgt direkt durch den Kooperationspartner, das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Alle Daten werden streng vertraulich behandelt, pseudonymisiert und aggregiert, sodass eine Identifizierung der einzelnen Teilnehmer nicht möglich ist.Auch bei der Auswertung der Daten wird gewährleistet, dass keine Identifikation einzelner Teilnehmer möglich ist, indem zum Beispiel auf die Verknüpfung einzelner Daten verzichtet wird, wenn dadurch eine Re-Identifikation des Teilnehmers möglich wäre. Der ermittelte Datensatz verbleibt beim Kooperationspartner, wir erhalten lediglich eine anonymisierte Auswertung. Zudem haben nur ausgewählte, zu Vertraulichkeit verpflichtete Mitarbeiter Zugang zu den Daten. Für die Auszahlung der Aufwandsentschädigung benötigt die Treuhandstelle des Kooperationspartners allerdings personenbezogene Daten wie Name, Adresse und Bankverbindung. Auch diese Angaben werden streng vertraulich behandelt und vollständig von den Antworten aus dem Fragebogen getrennt. Eine Weitergabe von personenbezogenen Daten an die ABDA und ihre Mitgliedsorganisationen, an das Zi oder weitere Dritte durch die Treuhandstelle ist ausgeschlossen.

PZ: Warum wurde das Zi als Kooperationspartner gewählt?

ABDA: Das Institut hat seinen Sitz wie die ABDA in Berlin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung eines ärztlichen Datenpanels. Besonders im Hinblick auf den Datenschutz besitzt das Zi eine gesicherte Routine in der Umsetzung. Die Mitarbeiter des Zi sind auf die Wahrung der Vertraulichkeit der Daten geschult.

PZ: Wie erfolgt die Abwicklung der Zahlung der Aufwandspauschale?

ABDA: Die Auszahlung der Aufwandsentschädigung regelt die Treuhandstelle des Kooperationspartners. So wird sichergestellt, dass die ABDA und ihre Mitgliedsorganisationen keine Kenntnis von den personenbezogenen Daten der Teilnehmer erhalten. Für die Auszahlung schicken die Teilnehmer nach Beantwortung und Finalisierung der Onlinebefragung das vollständig ausgefüllte, gestempelte und unterschriebene Datenblatt an die Treuhandstelle des Zi. Nach Einreichung der Unterlagen überprüft ein Notar die Unterlagen auf Vollständigkeit und veranlasst die Auszahlung der Aufwandsentschädigung. Über die Auszahlung werden die Teilnehmer zusätzlich per Post informiert.

PZ: Wie können interessierte Apotheker sich für das ABDA-Datenpanel anmelden?

ABDA: Für die Teilnahme am ABDA-Datenpanel können Sie sich über den Link www. abda-datenpanel.de direkt anmelden. Sie werden anschließend für den Anmeldeprozess auf die Internetseite der Treuhandstelle des Zi weitergeleitet. Um Ihren Zugang zum Onlinefragebogen freizuschalten, werden vorab einige Angaben wie Apothekerkammer und die sogenannte NNFID (Identifikationsnummer des Nacht- und Notdienstfonds) benötigt. Das System generiert dann eine Teilnehmernummer für Sie. Danach werden Sie gebeten ein eigenes, mindestens 8-stelliges Passwort zu vergeben. Für Ihre Anmeldung im Online-Fragebogen benötigen Sie das von Ihnen vergebene Passwort sowie Ihre Teilnehmernummer. Für den Fall, dass Sie Ihr Passwort vergessen, erhalten Sie bereits bei der Anmeldung zum ABDA-Datenpanel ein PDF mit zwei Wiederherstellungsschlüsseln. Bitte bewahren Sie dieses wichtige Dokument gut auf. Nur mit den angegebenen Wiederherstellungsschlüsseln ist die Anmeldung und Vergabe eines neuen Passwortes möglich. Dieses Verfahren scheint unbequem, dient aber dem Schutz Ihrer Daten. Um mit der Beantwortung der Fragen zu beginnen, müssen Sie sich im Online-Fragebogen des ABDA-Datenpanels mit Ihren Zugangsdaten (Teilnehmernummer und Passwort) anmelden. Die Bearbeitungszeit des Fragebogens beträgt rund 25 bis 30 Minuten. Die Fragen selbst sind in vier unterschiedliche Themenbereiche gegliedert, welche jeweils in der Kopfzeile angezeigt werden. Sie können die Beantwortung auch unterbrechen und innerhalb der nächsten Tage abschließen. 

Weitere Informationen zum ABDA- Datenpanel finden Apotheker unter www.abda-datenpanel.de. Dort kön - nen sie auch ihre Teilnahme starten.

Foto: Fotolia/Gerhard Seybert

 

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