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Phytopharmazie
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Ingwer zur Arzneipflanze des Jahres gekürt

Ingwer wird in der Küche vielseitig verwendet. Das Gewächs hat aber nicht nur eine geschmackliche, sondern auch eine gesundheitsfördernde Wirkung – die bringt ihm einen Titel ein.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 06.01.2026  12:00 Uhr

Wirkmechanismus nicht vollständig klar

Es wird angenommen, dass Ingwerwurzelstock bestimmte Serotonin-Rezeptoren (5-HT3) blockiert, die an der Kontraktion der glatten Muskulatur in Magen und Darm beteiligt sind. Eine Bindung von Serotonin an diese Rezeptoren löst Übelkeit und Erbrechen aus.

Eingesetzt werden der geschnittene Ingwerwurzelstock und Trockenextrakte zur Teebereitung, Kapseln mit pulverisierter Droge und alkoholische Auszüge. Problematisch sei, so der Studienkreis, die unterschiedliche Qualität von Ingwerprodukten. In einer Untersuchung von Nahrungsergänzungsmitteln schwankten die Gehalte an Gingerol zwischen 0,0 und 9,43 Milligramm pro Gramm. Als mögliche Nebenwirkungen von Ingwer nennt die EMA unter anderem Magenverstimmung, Aufstoßen, Sodbrennen und Übelkeit.

Ingwer wird den Angaben nach in erster Linie aus Indien, Nigeria und China importiert, in der jüngeren Vergangenheit etabliere sich jedoch auch der Anbau in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nicht mit der Heilpflanze des Jahres verwechseln

Während die Arzneipflanze des Jahres in Würzburg durch den Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde gewählt wird, wird die Heilpflanze des Jahres hingegen von dem Naturheilverein NHV Theophrastus gekürt. Für dieses Jahr ging der Titel an die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)

Der gemeinnützige Verein mit Sitz in München hat als Ziel, Informationen über die heilende Wirkung von Kräutern zu vermitteln und die Bedeutung der Phytotherapie in der Medizin hervorzuheben.

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