| Daniela Hüttemann |
| 30.07.2026 14:00 Uhr |
Jeden Tag zweimal gründlich putzen – spätestens ab dem ersten GeburtstagPOO auf jeden Fall mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. / © Getty Images/Pratan Ounpitipong
Fluorid in einer altersangepassten Konzentration ist essenziell für die Härtung des Zahnschmelzes. Mit dem Zahnwechsel steht auch der Wechsel von einer Kinder- auf eine Juniorzahnpasta für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an. Sie enthält oft genauso viel Fluorid wie Erwachsenenzahncreme (1450 ppm), ist jedoch deutlich milder im Geschmack.
Das Verbraucherschutzmagazin »Öko-Test« hat nun 20 Juniorzahncremes untersucht. Produkten mit deutlich weniger als 1450 ppm Fluorid zogen die Tester eine Note ab. Ein Produkt fiel komplett durch, weil es statt auf Fluorid auf Hydroxylapatit zur Zahnschmelzhärtung setzt. Hersteller Dr. Kurt Wolff werbe mit einem »wirksamen Kariesschutz ohne Fluorid«. »Aus unserer Sicht ist die verfügbare Studienlage zu Hydroxylapatit noch nicht tragfähig genug, um für Kariesschutz nur auf diesen Stoff zu setzen«, argumentiert jedoch Öko-Test und vergibt ein »ausreichend«. Es sei nach aktuellen Kenntnissen kein gleichwertiger Ersatz.
Punkteabzug gab es sonst nur für ein Präparat von Procter & Gamble aufgrund des enthaltenen Tensids Natriumlaurylsulfat. Öko-Test bewertet es als zu aggressiv. »Solche Substanzen können die empfindliche Mundschleimhaut reizen, was für Kinder mit ohnehin durch den Zahnwechsel strapaziertem Zahnfleisch besonders unangenehm sein kann«, warnt das Verbraucherschutzmagazin.
Erfreulicherweise schnitten alle anderen 18 Präparate unabhängig vom Verkaufspreis mit »sehr gut« oder »gut« ab, sodass die Auswahl groß und vor allem Geschmackssache ist.
Experten sind sich einig, dass Kinder Fluorid erhalten sollten. Dabei gilt:
Grundsätzlich gilt: Mindestens zwei Minuten lang gründlich putzen, Zahnbürste regelmäßig wechseln.