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Westfalen-Lippe
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Impfungen in Apotheken: »Die Akzeptanz ist super«

Grippeschutzimpfungen in Apotheken sind »aus pharmazeutischer Sicht ein voller Erfolg«. Zu diesem Resümee kommt der Dortmunder Michael Beckmann, der 2021 als erster Apotheker in Westfalen-Lippe gegen Grippe impfte, damals noch im Modellprojekt. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) berichtet heute über Beckmanns Erfahrungen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 15.03.2023  14:00 Uhr

Auch mit den Ärzten klappt es

Verbessert hat sich Beckmann zufolge auch das Verhältnis zu den Ärztinnen und Ärzten in seinem Umkreis. Zum Start des Modellprojekts hatten einige von ihnen ihre Skepsis bezüglich des Impfens in Apotheken betont. Beckmann berichtete, er sei auf sie zugegangen und habe ihnen erläutert, warum Apotheken ins Impfen einsteigen. »Ich habe deutlich gemacht, dass wir den Arztpraxen keine Patienten abwerben wollen, sondern uns an diejenigen wenden, die sich bislang nicht haben impfen lassen.« Die Skepsis sei dann schnell verflogen – »auch weil die Praxen in den vergangenen beiden Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen sind«.

Kollegen, die jetzt mit dem Impfen beginnen wollen, rät Beckmann, sich genau zu überlegen, wie sie die Impfungen in die Betriebsabläufe integrieren könnten. Ebenso sei wichtig zu planen, wie pharmazeutisches Personal die impfenden Apothekerinnen und Apotheker etwa bei der Vorbereitung oder der Dokumentation entlasten könne. Auch das Angebot, den Patienten auf die jährliche Impfung im Herbst aufmerksam zu machen, sollte etabliert werden.

 

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