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Infektionsschutz
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Impfstoff gegen pathogene Pilze in der Entwicklung

Gegen Pilzinfektionen gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff. Hoffnungen auf eine Impfung machen jetzt US-amerikanische Forscher, die präklinische Ergebnisse zur Impfprävention gegen mehrere pathogene Pilze durch ein konserviertes Antigen präsentieren.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 07.02.2023  18:00 Uhr

Großer klinischer Bedarf

»Es besteht ein erheblicher klinischer Bedarf an dieser Art von Prävention und auch Behandlung, insbesondere bei immungeschwächten Personen«, sagte Professor Dr. Karen Norris, Seniorautorin der Studie, in einer Mitteilung der Universität. Denn die Zahl der Patienten, bei denen ein Risiko für invasive Pilzinfektionen besteht, hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Gegenwärtige stehen eine Reihe von Azol-Derivaten für medikamentöse Therapien von Pilzinfektionen zur Verfügung. Allerdings warnen aktuell Experten vor resistenten Pilzerregern, sodass die Behandlung zunehmend erschwert wird. Auch schränken Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln, potenzielle Umweltbelastungen und die meist tägliche intravenöse Verabreichung der Medikamente die Therapieoptionen deutlich ein. Zudem tragen auch verzögerte Diagnosen zu den erheblichen Sterblichkeitsraten zwischen 20 Prozent und 70 Prozent bei.

Dem wachsenden Bedarf tragen aktuell laufende Impfstoff-Forschungsprojekte Rechnung. Die Entwicklungen auf diesem Gebiert werden in einem Review zusammengefasst, der 2022 im Journal »Annual Reviews of Microbiology« erschien. Danach wurde beispielsweise für einen Impfstoff gegen Candida bereits die klinische Phase II abgeschlossen.

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