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Start im Januar 2020

Hotline für GKV-Patienten erweitert Service 

Die Rufnummer 116 117 soll ab 1. Januar 2020 eine rundum zuständige Nummer für alle Patienten sein, die nicht direkt einen Termin haben, sagte der stellvertretende Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister. Die Erweiterung des Angebots hat die Koalition gesetzlich vorgegeben.
dpa
PZ
22.08.2019  11:36 Uhr

Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in den Ländern stocken ihre Call Center dafür derzeit massiv auf, wie die KBV erläuterte. Zum Start des neuen Angebots sollen es bundesweit 1.200 Mitarbeiter sein. Patienten mit akuten Anliegen sollen dann am Telefon eine erste Einschätzung bekommen, wie dringlich sie behandelt werden müssen - und je nachdem in eine Praxis oder eine Klinik weitergelotst werden.

Verzahnt werden soll dies mit schon bestehenden Servicestellen, die Termine bei Fachärzten vermitteln. Sie haben bisher noch je nach Bundesland andere Nummern und sind zu unterschiedlichen Uhrzeiten erreichbar. Künftig sollen auch Termine bei Haus- und Kinderärzten vermittelt werden, auch zur dauerhaften Betreuung. Um die Rufnummer 116 117, bisher ausschließlich die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, bekannter zu machen, ist ab Ende August eine Werbekampagne geplant. Dazukommen sollen auch ein Online-Angebot und eine App fürs Handy.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) begrüßt das künftig einheitliche Angebot. »17 unterschiedliche Telefonnummern in den KV-Bezirken und 17 unterschiedliche Erreichbarkeitszeiten sind alles andere als patientenfreundlich«, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand des GKV-Spitzenverbands, der Deutschen Presse-Agentur. Künftig könne auch besser koordiniert werden, welche Fälle eilig sind und welche vielleicht noch etwas Zeit haben.

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