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Auslaufender Patentschutz
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GSK will Milliarden sparen

Der britische Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) wappnet sich mit einem umfassenden Sparprogramm in Milliardenhöhe für anstehende Patentabläufe.
AutorKontaktPZ
Datum 31.07.2026  11:50 Uhr

Zwischen 2028 und 2030 läuft der Patentschutz für den HIV-Wirkstoff Dolutegravir aus. Um mehr Mittel für die Forschung und den Ausbau seiner Medikamenten-Pipeline freizumachen, plant GSK, bis 2029 jährlich 1,9 Milliarden Pfund (umgerechnet 2,2 Milliarden Euro) einzusparen.

»Die Einsparungen werden in erster Linie reinvestiert, ein Teil wird jedoch auch genutzt, um die Margen und die Profitabilität in der Zeit des Patentablaufs von Dolutegravir zu verbessern«, sagte der CEO des Unternehmens Luke Miels.

Miels machte keine Angaben dazu, wie viele Arbeitsplätze davon betroffen sein werden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sollen die Einsparungen durch KI-gestützte technologische Umstellungen, die Straffung von Support-Dienstleistungen und Lieferketten sowie die Umverteilung von Ressourcen auf Spezialmedikamente erzielt werden.

Onkologie-Pipeline wird gestärkt

Mit den Einsparungen will das Unternehmen unter anderem sein Krebsgeschäft stärken. Erst im Juni hatte GSK die Übernahme des US-Krebsspezialisten Nuvalent für rund 10,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 9,18 Milliarden Euro) bekannt gegeben. Im Rahmen dieser Transaktion erwarb GSK Wirkstoffe mit validierten Zielstrukturen (Drug Targets) im Bereich Onkologie.

Das Pharmaunternehmen will bis Ende 2026 25 Studien in der späten Entwicklungsphase starten. Bei einer Portfolioüberprüfung seien sieben experimentelle Medikamente identifiziert worden, die in 18 Indikationen getestet werden sollen. Dies ist mehr als doppelt so viel wie das bisherige Ziel von zehn.

GSK plant Schließung historischen Forschungszentrums 

Laut dem Nachrichtenportal »Aktien News« plant GSK die Schließung seines historischen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stevenage in Hertfordshire, England. Der britische Pharmariese will den Großteil seiner F&E-Aktivitäten auf den Cambridge Biomedical Campus verlagern, einen der größten Forschungsstandorte Europas. Bis 2029 sollen mehr als 1000 Wissenschaftler an den neuen Standort wechseln.

Die Aktien des Arzneimittelherstellers verzeichneten am Dienstag laut Reuters ein Plus von 4 Prozent. Grund dafür waren die Anhebung der mittelfristigen Margenprognose sowie die Meldung von Gewinnen und Umsätzen für das zweite Quartal, die über den Erwartungen der Analysten lagen.

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