Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Impfgipfel
-
Grünenpolitiker und Arzt begrüßt Impfungen in Apotheken

Beim Impfgipfel des Tagesspiegels befürwortete Johannes Wagner, Arzt und Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, Impfungen in Apotheken. Darüber hinaus wurden die Anforderungen an den Standort Deutschland sowie Möglichkeiten, höhere Impfquoten zu erreichen, erörtert.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 08.10.2026  09:00 Uhr

»Die Standortpolitik gehört nicht zur GKV«

Diskutiert wurde auch über den Pharmastandort Deutschland. Steutel lobte, dass die Impfstoffhersteller während der Pandemie viel Aufmerksamkeit erhalten haben und schnell Impfstoffe produzieren konnten. Dennoch gebe es aktuell das Paradoxon, dass Biontech seine Produktionsstandorte einstelle. Als Beispiel nannte er die Schließung des Werks von GSK in Dresden.

Steutel hofft, dass ausländische Firmen oder Investoren Chance erkennen. Die Bundesregierung biete aber keine Willkommenskultur für Unternehmen. »Es wäre für ganz Europa schlecht, wenn diese Produktionskapazitäten verschwinden würden«, so Steutel.

Mit Blick auf die Attraktivität des Standorts stellte Streeck klar, dass dies ein Thema für das Wirtschaftsministerium und nicht für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sei. »Die Standortpolitik gehört nicht zur GKV.«

Mit Blick auf die hohen Medikamentenpreise sagte der Virologe außerdem, dass sich das System diese nicht mehr leisten könne. »Wir müssen die Leitplanken des AMNOG und die Preisfindung erneut bedenken«, sagte er und fügte hinzu, dass Deutschland nicht als Erstes die Medikamente auf den Markt bringen müsse. Zwar würden Medikamente immer besser, aber wenn jeder eine Abnehmspritze nehmen würde, wäre das Land pleite, so sein Fazit.

Mehr von Avoxa