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Retaxschutz bei E-Rezepten
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GFS und Pharmatechnik bieten Echtzeitprüfung

Die Rezeptprüfstelle GFS und das Softwarehaus Pharmatechnik bieten Apotheken eine Vorabprüfung von E-Rezepten und wollen so mehr Sicherheit vor Retaxationen schaffen. Bislang sind zwei Kassen an Bord.
AutorKontaktPZ
Datum 31.07.2026  14:05 Uhr

Die automatisierte Prüfung soll laut Mitteilung direkt zum Zeitpunkt der Abgabe in der Apotheke erfolgen. Ziel des Echtzeitverfahrens sei es, die Prüfung der Rezepte auf ihre Erstattungsfähigkeit auf wenige Sekunden zu beschleunigen. Lange Bearbeitungszeiten und vermeidbare Retaxationen sollen damit entfallen. Der jeweilige Prüfkatalog der teilnehmenden Krankenkasse soll von Pharmatechnik in Echtzeit angewendet werden. Für Apotheken ist die Teilnahme freiwillig, zusätzliche Kosten sollen nicht entstehen.

Derzeit beteiligen sich laut Mitteilung rund 4000 Apotheken an dem Verfahren. Auf Kassenseite sind laut GFS vorerst die Mobil Krankenkasse und die Hanseatische Krankenkasse (HEK) an Bord. Mit weiteren Kassen liefen Gespräche. In den ersten Wochen nach Start seien mehr als 200.000 E-Rezepte abgewickelt worden, heißt es.

Echtzeitprüfung in Sekundenschnelle

Erfolgt die Echtzeitprüfung ohne Einwand, erhält das Rezept ein Prüfsiegel, wird im Rahmen der jeweils gültigen Bedingungen direkt erstattet und nicht mehr nachträglich retaxiert, so das Versprechen der GFS. »Die kombinierte Technologie der Unternehmen ermöglicht ein nahtloses, sicheres und zukunftsorientiertes Verfahren zur Rezeptabrechnung«, so GFS-Geschäftsführer Dr. Jamshid Javdani.

Die GFS ist nach eigenen Angaben einer der größten deutschen Dienstleister im Bereich Abrechnung und Datenverarbeitung für Krankenkassen. Die Firma hat ihren Hauptsitz im sächsischen Radebeul und beschäftigt 156 Mitarbeiter an fünf Standorten. Mit etwa 30 Prozent Marktanteil in der Arzneimittelabrechnung nach § 300 SGB V bezeichnet sich GFS als Branchenführer.

Der Live-Retaxschutz war eine der großen Hoffnungen bei der Umstellung auf das E-Rezept. Ob wirklich die Mehrheit der Kassen ihre Prüfkriterien hinterlegt, um Retaxationen zu vermeiden, bleibt abzuwarten – schließlich gehören die Absetzungen aus formalen Gründen bei einigen Kassen geradezu zum Geschäftsmodell.

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