| Laura Rudolph |
| 19.10.2026 13:00 Uhr |
Beim Gewicht zeigte sich ein ähnlicher Verlauf: Es stieg bereits vor Therapiebeginn langsam an, nahm in den ersten 90 Behandlungstagen deutlich stärker zu und stieg anschließend wieder mit einer ähnlichen Rate wie vor der Therapie.
Das durchschnittliche Körpergewicht zu Therapiebeginn betrug 78,91 kg. Zuvor war es im Mittel um 0,02 kg pro Woche gestiegen. In den ersten 90 Therapietagen erhöhte sich diese Rate auf etwa das Zehnfache, nämlich 0,21 kg pro Woche. Für diesen Zeitraum berechneten die Forschenden eine absolute Gewichtszunahme von durchschnittlich 2,66 kg. Ab Tag 91 ging die wöchentliche Zunahmerate wieder auf 0,03 kg zurück. Auch hier waren Frauen etwas stärker betroffen als Männer.
Je nach Wirkstoff fiel die Gewichtszunahme unterschiedlich aus. Für die ersten 90 Behandlungstage ergab sich folgender geschätzter Gewichtszuwachs:
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ein besonders starker Gewichtsanstieg nicht zwangsläufig mit einer ebenso ausgeprägten Veränderung des HbA1c-Werts einhergeht. So stieg der HbA1c-Wert unter Aripiprazol vergleichsweise steil an, während die Gewichtszunahme unter diesem Wirkstoff von den vier untersuchten Antipsychotika am geringsten ausfiel. Unter Olanzapin war dagegen die Gewichtszunahme am stärksten ausgeprägt – allerdings stieg auch der HbA1c-Wert vergleichsweise rasch an.
Das Gewicht und der Blutzucker der Patienten sollten vor Beginn der Behandlung und erneut in den ersten Monaten danach überprüft werden, schlussfolgert Bazo-Alvarez in einer Pressemitteilung der Universität. So könnten Veränderungen frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um schwerwiegenderen Gesundheitsproblemen wie der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes vorzubeugen.