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Zweites Quartal
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Gesund.de meldet »beachtlichen« Rx-Umsatzzuwachs

Die Gesundheitsplattform Gesund.de konnte ihren Rx-Außenumsatz um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Wie das Unternehmen heute mitteilte, liegt er im zweiten Quartal bei 145 Millionen Euro.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 06.07.2026  13:45 Uhr

Die Zeichen bei Gesund.de stehen weiter auf Wachstum. Laut aktuellen Quartalszahlen stieg der sogenannte Außenumsatz mit Rx-Medikamenten um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Lag er 2025 noch bei 100 Millionen Euro, so sind es im zweiten Quartal 2026 (April–Juni) 145 Millionen Euro. Seit dem ersten Quartal 2026 mit einem Rx-Außenumsatz von 137 Millionen Euro ergibt sich somit ein moderater Anstieg um 8 Millionen Euro. Im gesamten Halbjahr belief sich das Volumen der über die Plattform bestellten und durch die angeschlossenen Apotheken abgegebenen verschreibungspflichtigen Arzneimittel nunmehr auf 283 Millionen Euro.

Kombination von digitalem Service und Leistungen der Vor-Ort-Apotheken

Für den Dienstleister Gesund.de basiert dieser Wachstumserfolg nach eigenen Angaben auf der Kombination von digitalem Service und den Leistungen der Apotheke vor Ort. Immer mehr Menschen schätzten die Möglichkeit, ihre Medikamente bequem digital zu bestellen und dabei gleichzeitig auf pharmazeutische Beratung, fachgerechte Lagerung und sichere Versorgung vertrauen zu können, heißt es.

»Das Wachstum von 45 Prozent zum Vorjahresquartal ist beachtlich«, unterstreicht Gesund.de-Geschäftsführer Peter Schreiner. E-Rezepte über die App lokal einzulösen, bedeute aber »neben digitaler Einfachheit auch, auf fachgerecht gelagerte und in einwandfreier Qualität abgegebene Arzneimittel vertrauen zu dürfen. Das garantieren die Apotheken vor Ort«.

Gerade wie zuletzt in Zeiten großer Hitze kommt es auf sachgerechte Lagerung und Abgabe an. Hier sehen sich Anbieter wie die Gesundheitsplattform Gesund.de durch die Zusammenarbeit mit den Vor-Ort-Apotheken im Vorteil. Denn im Gegensatz etwa zu EU-Versendern, die Medikamente nicht immer temperaturgeschützt versenden beziehungsweise bei denen die Einhaltung der Vorgaben bislang nicht kontrolliert wird, erfolgt die Handhabung der Medikamente hierzulande nach engen Vorgaben, und die Einhaltung der Vorschriften wird behördlich überwacht.

Den sogenannten Rx-Außenumsatz kalkuliert Gesund.de direkt über die eingelösten E-Rezepte. Bei anderen Rezepten werden durchschnittliche Verkaufspreise zugrunde gelegt: bei Papierrezepten 230,90 Euro und bei Telemedizin-Rezepten 180,67 Euro.

Vorwurf geschönter Zahlen

Zuletzt war Gesund.de dem Vorwurf ausgesetzt gewesen, seine hohen Umsatzzahlen durch E-Privatrezepte zu schönen, die es durch die Kooperation mit der Telemedizin-Plattform Zava erhält. Wettbewerber IhreApotheken.de (Ia.de) hat gegen diese Praxis vor dem Landgericht Köln geklagt.

Die Plattform fördere durch ihre Kooperation mit Zava rechtswidrige Praktiken und verschaffe sich mit geschönten Rx-Zahlen einen ungerechtfertigten Vorteil. Denn seinerzeit hatte Gesund.de mit den hohen Umsatzzahlen geworben und Apotheken aufgefordert, sich der Plattform anzuschließen.

Gesund.de wiederum wies die Vorwürfe zurück. Der mit den Zava-Rezepten erzielte Rx-Umsatz mache nur einen geringen Anteil aus; die beanstandete Irreführung der Rezipienten sei also rein mengenmäßig nicht möglich. Zudem seien die über Zava generierten Rx-Umsätze rechtmäßig erzielt worden, argumentierte der Plattformanbieter. Auch in der Kooperation mit Zava bestehe kein Problem: Die Zava-Rezepte selbst wiesen keinen formellen Mangel auf, seien rechtlich zulässig und würden auch nicht durch Zava-Werbung rechtswidrig.

 

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