Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert, die neuen Regelungen für Apotheken »zügig und praxistauglich« umzusetzen. / © Imago/Panama Pictures
»Für ein Flächenland wie Bayern ist es besonders wichtig, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch Apotheken vor Ort gewährleistet bleibt«, betonte die Ministerin. »Unsere Apotheken sind ein wesentlicher Teil der staatlichen Daseinsvorsorge – in Städten ebenso wie im ländlichen Raum.«
Trotz der aktuellen Spardebatten müssten die Apotheken rasch gestärkt werden. Der Bund müsse die Rahmenbedingungen für die Vor-Ort-Apotheken »zeitnah spürbar verbessern« und die neuen Regelungen »zügig und praxistauglich« umsetzen. Dies betreffen neben weniger Bürokratie beispielsweise auch die Ausgestaltung des Apothekerberufs und die Vergütungsanpassung.
Denn nach wie vor stünden Apotheken vor großen Herausforderungen. Gerlach nannte neben dem Fachkräftemangel das anhaltende Apothekensterben und dessen Effekte auf die Studierenden; es gelte zu verhindern, dass die Wahl des Pharmaziestudiums und die Arbeit in der lokalen Apotheke infrage gestellt werden. »Diese Entwicklung gefährdet die Versorgungssicherheit«, so Gerlach.
Sinnvoll sei eine moderne Ausgestaltung des Pharmaziestudiums und eine Ausweitung der Kompetenzen von Apothekerinnen und Apothekern in Abstimmung mit anderen Heilberufen. KI und Digitalisierung könnten einen Beitrag leisten.