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Gelenkverschleiß

Fünf Ernährungstipps bei Arthrose

Eine Arthrose, ob in der Hüfte, im Knie oder auch kleineren Gelenken wie den Fingern, ist keine rein mechanische Verschleißerscheinung. Es finden auch Entzündungsreaktionen statt. Eine gesunde Ernährung unterstützt die Therapie.
Daniela Hüttemann
10.01.2020
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Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Schmerzen treten oft erst auf, wenn der Knorpelschaden im Gelenk schon fortgeschritten ist. Am Anfang des Krankheitsprozesses steht meist eine akute Schädigung, Verletzung oder Infektion. So kann sich  auch bei normaler Belastung eine Arthrose bilden. Zwischen der ersten Schädigung und einer manifesten Arthrose können oft viele schmerzfreie Jahre liegen. Wenn der Knorpel erst einmal geschädigt ist, kommt es zu weiteren Entzündungsprozessen der Synovialis, der Schleimhaut, die die Innenseite der Gelenke auskleidet. Das wiederum feuert die weitere Gelenkzerstörung an.

Noch ist die Erkrankung nicht heilbar und lässt sich nicht stoppen. Eine antientzündliche Ernährungsweise ist zwar keine evidenzbasierte Therapie, aber bei Arthrose durchaus empfehlenswert. Um die Gelenke zu entlasten, sollten übergewichtige Patienten vor allem abnehmen. Dabei zählt jedes Kilogramm. Denn gerade bei Adipositas laufen im Fettgewebe Entzündungsreaktionen statt, die dem ganzen Körper schaden können.

Hier fünf konkrete Ernährungstipps für Patienten mit Arthrose:

  • Basis sollte eine mediterrane, pflanzenbetonte, basische Kost sein. Fleisch sollte möglichst nur einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, Schweinefleisch und Wurstwaren möglichst gar nicht.
  • Tierische Milchprodukte sollten ebenfalls sparsam verzehrt werden. Statt Kuhmilch mal eine Pflanzenmilch (kein Soja) ausprobieren, statt Joghurt lieber den proteinreicheren Quark oder Skyr essen. Eine Eiweiß-reiche Ernährung kann beim Abnehmen helfen.
  • Omega-3-Fettsäuren sind wichtig. Zweimal in der Woche sollte daher fettreicher Seefisch wie Lachs auf dem Teller landen. Wer das nicht möchte oder schafft, kann ersatzweise zu Fischöl-Kapseln greifen.
  • Besonders empfehlenswert ist Leinöl – ein Teelöffel pro Tag, entweder pur, im Quark oder über dem Salat. Achtung: Leinöl eignet sich nicht zum Braten!
  • Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriandersamen oder Muskat sowie viel frische Kräuter, verschiedene Nüsse, Samen und Kerne verwenden.

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