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Stellungnahme zum ApoRG
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Freie Apothekerschaft fordert Entlastungen

Die Freie Apothekerschaft (FA) hat am Dienstag eine ausführliche Stellungnahme zur Apothekenreform (ApoRG) veröffentlicht. Darin lehnt sie »Light-Apotheken« ab und fordert ein höheres Fixum. Weiterhin schlägt sie unter anderem vor, die Kompetenzen von Approbierten und PTA zu erweitern und mehr pharmazeutische Dienstleistungen anzubieten.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 03.07.2024  16:20 Uhr

Der Entwurf des »Gesetzes für eine Apothekenhonorar- und Apothekenstrukturreform« (ApoRG), den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am 12. Juni vorgelegt hat, stößt bei der Apothekerschaft auf Entrüstung. Während die ABDA den Entwurf vollständig ablehnt und daher auf eine detaillierte Stellungnahme verzichtete, erteilt die Freie Apothekerschaft (FA) lediglich Apotheken ohne Apothekern pauschal eine Absage. »Die Apotheke light muss in dieser Form aus dem Referentenentwurf gestrichen werden«, betonte die FA-Vorsitzende Daniela Hänel.

Ansonsten schlägt die Freie Apothekerschaft konkrete Änderungen vor. So setzt sie sich dafür ein, die Kompetenzen von Approbierten und PTA zu erweitern. Um die Versorgung in der Fläche zu gewährleisten und den Ärztemangel zu kompensieren, sollte es für die Berufsgruppe der Apotheker Erleichterungen bei der Arzneimitteltherapie geben, heißt es in der Stellungnahme. Konkret fordert die FA:

Weiterhin sollte es »unbedingt möglich sein, dass anhand des Medikationsplans die Abgabe kleinster im Handel befindlicher verschreibungspflichtiger Arzneimittel (Rx) zur Akutversorgung über den Apotheker oder die Apothekerin möglich ist, um die Notfall- und Notdienstversorgung aufrecht zu erhalten und die Notfallzentren beziehungsweise Bereitschaftspraxen zu entlasten«, heißt es.

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