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Opioid-Krise in USA

Fentanyl , Heroin und Kokain beschlagnahmt

Dutzende Festnahmen, haufenweise Bargeld, geheime Drogenfächer in Autos und Lastwagen: Im Kampf gegen die gewaltige Opioid-Krise in den USA landen Fahnder einen Achtungserfolg. Das Geschäft mit der Sucht bereitet auch in Deutschland Sorgen.
dpa
02.09.2019
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Mit einer großangelegten Razzia in mehreren US-Bundesstaaten haben Fahnder einen weit verzweigten Drogenhändlerring zerschlagen. Bei dem dreitägigen Einsatz seien unter anderem 30 Kilogramm Fentanyl sichergestellt worden. Diese Menge des berüchtigten Schmerzmittels hätte laut Mitteilung des US-Justizministeriums genügt, »um mehr als 14 Millionen Menschen zu töten«.

Fentanyl gilt als 30 bis 50 Mal so stark wie Heroin und 50 bis 100 Mal so stark wie Morphium. Die mehr als 120 eingesetzten Ermittler stellten den Angaben vom Samstag zufolge auch 35 Kilogramm Heroin und Kokain sicher sowie Dutzende Schusswaffen und umgerechnet über 630.000 Euro Bargeld. Fast 40 Verdächtige wurden festgenommen, gegen sie wird nun unter anderem wegen Drogenhandels, Geldwäsche und illegalen Waffenbesitzes ermittelt. Drehkreuz ihrer Aktivitäten war laut Mitteilung des Ministeriums vom Donnerstag der Bundesstaat Virginia. Die Drogen stammten aus anderen Bundesstaaten sowie aus Mexiko und waren in Geheimfächern speziell präparierter Autos und Lastwagen versteckt.

In USA bis zu 25 Prozent der Bevölkerung abhängig

Die Sucht nach Schmerzmitteln wie Fentanyl und Oxycontin - sogenannten Opioiden - ist ein gewaltiges Problem in den USA. Besonders schwer betroffen sind West Virginia, Ohio und Kentucky. Allein in den vergangenen fünf Jahren gab es mehr als 200.000 Todesfälle durch Überdosen. In manchen Städten ist ein Viertel der Bevölkerung abhängig und damit auch unfähig, zu arbeiten oder sich um die Familie zu kümmern. Die Krise betrifft alle Altersgruppen und sozialen Schichten. Wegen der Opioid-Krise, für deren Bekämpfung der US-Kongress sechs Milliarden Dollar über zwei Jahre bereitgestellt hat, ließ Präsident Donald Trump 2017 einen nationalen Gesundheitsnotstand ausrufen.

Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnte im April vor möglicherweise wachsenden Gefahren durch Fentanyl-Schmerzmittel, die in der Anästhesie zum Einsatz kommen. Diese würden hierzulande meist in Pflegeheimen oder Kliniken »abgezweigt« Die Fallzahlen in Deutschland sind aber gemessen an der Krise in den USA weitaus geringer.

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