Fampridin in retardierter Form ist seit 2011 zur Behandlung von erwachsenen MS-Patienten mit Gehbehinderung zugelassen. Wenn es anschlägt, können sich Gehfähigkeit und -geschwindigkeit innerhalb kurzer Zeit verbessern. Der Arzneistoff kann nur wirken, wenn die Axone zwar demyelinisiert, aber noch intakt sind. / © Getty Images/FatCamera/Kaspi Creative Inc.
Fampridin ist ein selektiver Kaliumkanalblocker und ist indiziert, um die Gehfähigkeit von Patienten mit multipler Sklerose (MS) und Gehbehinderung zu verbessern. Zeitweise waren Generika während laufender rechtlicher Klärungen zur Patentsituation auf dem deutschen Markt verfügbar. Mit der abschließenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die die Gültigkeit der Patente für Fampyra® bestätigte, sind diese momentan nicht mehr erhältlich, teilte Originalhersteller Merz der Pharmazeutischen Zeitung mit und betonte: »Fampyra® 10mg Retardtabletten ist in Deutschland weiterhin verfügbar und die Versorgung mit der Therapie wird aufrechterhalten.«
Die Versorgungskontinuität für bestehende und neue Patientinnen und Patienten sei gewährleistet. Der Patentschutz gelte noch bis Ende Juli 2026. »Merz Therapeutics ist sich bewusst, wie wichtig ein verlässlicher und unterbrechungsfreier Zugang zur Therapie für Menschen mit Multipler Sklerose ist.«