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Evidenzbasierte Selbstmedikation

EviNews geht in zweite Förderphase

Das Projekt EviNews ist um weitere drei Jahre verlängert worden. In der zweiten Förderphase sollen die Praxisrelevanz der aufbereiteten Arzneimittelinformationen ausgebaut sowie die Handhabung im Apothekenalltag und wissenschaftliche Evaluation der Instrumente unter Routinebedingungen optimiert werden.
PZ
06.03.2020  11:00 Uhr
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Im Jahr 2014 beschloss der Deutsche Apothekertag die Einführung eines Informationssystems zur evidenzbasierten Selbstmedikation. Dies wurde 2017 in Form des Newsletters EviNews mit angeschlossener Datenbank für zunächst drei Jahre realisiert. Das Projekt wurde von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und der AVOXA – Mediengruppe Deutscher Apotheker finanziell unterstützt. Aufgrund der positiven Evaluation der ersten Phase verlängern die Förderer ihr Engagement nun um weitere drei Jahre.

EviNews liefert monatlich praxisnah aufbereitete Studiendaten zur evidenzbasierten Selbstmedikation, Hintergrundinformationen, Fachbegriffe und Studienmethoden. Die kostenfreien Newsletter-Inhalte werden in einer online zugänglichen Datenbank auf www.evinews.de gesammelt. Die wirkstoff- und nicht produktbezogenen Informationen sollen als Grundlage der Empfehlungen in der Apotheke dienen, die aber immer die Umstände des Einzelfalls, persönliche Erfahrungen und Präferenzen des Patienten berücksichtigen sollen.

»In der neuen Projektphase sollen insbesondere Methoden der Informationsvermittlung sowie einer optimierten Einhaltung von Leitlinien-Standards und evidenzbasierten Inhalten im Setting der Apotheke untersucht werden«, informiert Jennifer Alexa von der Abteilung Klinische Pharmazie an der Universität Leipzig. Die Apothekerin ist gemeinsam mit Apothekerin Nathalie Szafarczyk unter der Leitung von Professor Dr. Thilo Bertsche für die redaktionellen Inhalte von Evi-News verantwortlich.

»Die Newsletter sollen durch eine klare Gliederung sowie eine aktuelle Themenauswahl die Nutzung in der Apotheke vereinfachen und damit die Apotheker noch besser im Alltag unterstützen«, so Szafarczyk. Zudem sollen die Datenbank komplettiert und noch mehr praxisrelevante Themen abgedeckt werden. All dies soll im Rahmen wissenschaftlicher Evaluationen begleitet und ausgewertet werden. Im Fokus stehen dabei auch Analysen von apothekenüblichen Beratungsroutinen. »Letztlich soll mit den Bestrebungen EviNews eine noch bessere Patientensicherheit und -zufriedenheit generieren«, fasst Bertsche zusammen.

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