| Sven Siebenand |
| 27.07.2026 16:20 Uhr |
Die EMA plädiert dafür, einen neuen Wirkstoff zur Covid-19-Postexpositionsprophylaxe zuzulassen: Ensitrelvir. / © Adobe Stock/catalin
Ensitrelvir inhibiert wie das in Paxlovid™ enthaltene Nirmatrelvir die virale 3CL-Protease. Anders als Nirmatrelvir benötigt Ensitrelvir keinen Ritonavir-Booster. Auch das zugelassene Einsatzgebiet von Nirmatrelvir/Ritonavir und Ensitrelvir unterscheidet sich. Paxlovid wird angewendet zur Behandlung von Covid 19 bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab einem Alter von sechs Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg, die keine zusätzliche Sauerstoffzufuhr benötigen und ein erhöhtes Risiko haben, einen schweren Covid-19-Verlauf zu entwickeln. Ensitrelvir ist dagegen für die Postexpositionsprophylaxe von Covid-19 zugelassen.
Der Nutzen von Zokovea besteht in einem verringerten Risiko für ein symptomatisches Covid-19 bei Haushaltskontakten einer mit Covid-19 erkrankten Person, wenn das Arzneimittel innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn beim Indexpatienten verabreicht wird, wie in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit beobachtet wurde. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Hypertriglyceridämie, Kopfschmerzen, Durchfall und Übelkeit.
Ensitrelvir wird als 125-mg-Tabletten erhältlich sein. In den USA heißt das entsprechende Präparat Xocova®. In der US-Fachinformation wird empfohlen, am ersten Tag einmal drei Tabletten (375 mg) einzunehmen, an den Tagen 2 bis 5 dann jeweils eine 125-mg-Tablette.
Abschließend muss die EU-Kommission über die Marktzulassung entscheiden. In der Regel hält sich diese aber an die EMA-Empfehlungen.