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Reformanalyse

Es droht der Systembruch

Das Reformprojekt von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) heißt Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Doch folgt man den Ausführungen von Lutz Tisch, Geschäftsführer Recht der ABDA, ist das »Potenzial der Schädigung« extrem hoch. Im Gespräch mit der PZ analysiert der Jurist, warum das gesamte System der Versorgung in Gefahr ist.
AutorAlexander Müller
Datum 26.11.2025  09:00 Uhr

Tischs Vermächtnis

Die Gefahr sieht der ABDA-Jurist darin, dass die Apotheken mit den auch vorhandenen positiven Elementen der Reform geködert werden: Verhandlungslösung, Skontofreigabe, neue pharmazeutische Dienstleistungen, Impfangebote, erleichterte Abgabevorschriften, Verbot bestimmter Retaxationen – und nicht zuletzt die Karotte einer womöglich noch folgenden Honorarerhöhung. Aufgrund des hohen Preisdrucks seien die Apotheken in der Zwickmühle. »Sie brauchen das Geld. Und auf der anderen Seite müssen sie das aber unter Umständen mit Regelungen bezahlen, die ihnen selbst die Rechtfertigung entziehen.«

Dass die inhabergeführte Apotheke heute noch Bestand hat, ist auch Tischs Vermächtnis. Im Sommer geht der ABDA-Chefjurist in Rente. »Ich bin von dieser Aufgabenstellung sehr angetan gewesen. Das hat mich begeistert.« Für ihn sei das Ziel immer klar gewesen: »Ich möchte, dass die nächste Generation von Apothekern mit Spaß und mit einem vernünftigen Auskommen inhabergeführte Apotheken haben kann.«

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