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Noweda
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Erster Wasserstoff-LKW eines Großhändlers im Einsatz

Die Apothekergenossenschaft Noweda baut den Einsatz alternativer Antriebe weiter aus und setzt seit September einen LKW mit Wasserstoffantrieb im Logistikbetrieb ein. Ziel sei es es, CO2 einzusparen und die Fahrzeugflotte nachhaltiger und umweltfreundlicher aufzustellen.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 29.09.2023  17:30 Uhr
Erster Wasserstoff-LKW eines Großhändlers im Einsatz

Die größte Stellschraube beim Thema Nachhaltigkeit ist für Großhändler die Flotte – deshalb testet die Noweda seit September über einen längeren Zeitraum den Einsatz eines emissionsfreien Wasserstoff-LKW in der Arzneimittellogistik, der derzeit zwischen den beiden Niederlassungen Essen und Schwerte pendelt.

»Als Unternehmen, das sich seiner ökologischen Verantwortung bewusst ist, sehen wir in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik eine vielversprechende Möglichkeit, unseren Fuhrpark nachhaltiger und umweltfreundlicher aufzustellen«, erklärte Noweda-Chef Michael Kuck. »Dazu setzen wir bereits ein Projekt mit Opel um, bei dem Transportfahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb im Tagesgeschäft erprobt werden. Nun erfolgt der nächste ökologische Meilenstein, mit dem wir unser Engagement für eine nachhaltige Logistik vorantreiben.« Für das Projekt arbeitet das Großhandelsunternehmen mit dem Institut für Brennstoffzelltechnologie in Duisburg zusammen.

Aktiv an nachhaltigem Beliefern mitwirken

Die Hylane GmbH, ein auf die Vermietung von Transportfahrzeugen mit alternativen Antrieben spezialisiertes Unternehmen, übergab das Fahrzeug an die Noweda. »Wir freuen uns, mit Noweda einen starken Logistikpartner gefunden zu haben, der die Vorteile der klimaneutralen Mobilität erkennt und für sich nutzen möchte«, sagte Andreas Hewel, Senior Sales Manager bei Hylane. In Europa gibt es ihm zufolge bisher erst 95 zugelassene solcher Fahrzeuge, bei keinem pharmazeutischen Großhandels-Unternehmen sei ein LKW dieser Art im Einsatz.

Mit den Wasserstoff-Projekten will die Noweda »aktiv daran mitwirken, wie nachhaltiges Beliefern aussehen kann«, bevor es Regelungen gebe, »die uns vielleicht nicht zu Pass kommen«, sagte Noweda-Pressesprecher Joachim Reinken gegenüber der PZ. Dennoch sei es immer ein Spagat zwischen Umweltfreundlichkeit und Verfügbarkeit. »Wir müssen schauen, dass wir bei aller Umweltfreundlichkeit auch verlässlich bleiben. Die Autos müssen auf den Strecken funktionieren und alltagsfähig sein«, so Reinken.

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