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Valneva
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Erster Ganzvirus-Impfstoff gegen Covid-19 wird geprüft

Derzeit sind in der EU vier Covid-19-Impfstoffe auf Basis zweier unterschiedlicher Technologieplattformen, der Vektor-und der mRNA-Plattform, zugelassen. Nun hat das auf Impfstoffe spezialisierte Unternehmen Valneva für seinen Impfstoffkandidaten VLA2001 bei der britischen Zulassungsbehörde MHRA ein rollendes Zulassungsverfahren beantragt.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 25.08.2021  11:00 Uhr

Vorteile und Nachteile von Ganzvirus-Impfstoffen

Ganzvirus-Impfstoffe als einfachste Form von Vakzinen lassen sich schnell und einfach produzieren. Zudem sind sie sehr immunogen und präsentieren nahezu alle relevanten Antigene zur Induktion einer Immunantwort, die ein Virus effizient abzuwehren vermag.

Da inaktivierte Viren die Fähigkeit verloren haben, eine Zelle aktiv zu infizieren, um sich dort dann auch zu vermehren, können diese Virusartefakte nur durch antigenpräsentierende Zellen aufgenommen werden. Diese professionellen Immunzellen zeigen die viralen Antigene dem Immunsystem über MHC-II-Moleküle . Aus diesem Grund wird neben Antikörpern nur die Bildung CD4+-Helfer-T-Zellen induziert. Zytotoxische CD8+-T-Zellen werden anders als bei den Vektor- oder mRNA-Impfstoffen, durch inaktivierte Viren nicht induziert.

Ankauf in EU geplant

Die EU-Kommission schloss bereits im Januar 2021 Sondierungsgespräche mit dem österreichisch-französischem Pharmaunternehmen Valneva über den Ankauf des potenziellen Coronaimpfstoffs ab. Der geplante Vertrag würde allen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit geben, in einem ersten Schritt zusammen 30 Millionen Dosen  des Ganzvirus-Impfstoffs zu erwerben — mit der Option auf weitere 30 Millionen Dosen. Das gab die Kommission am 21. Januar bekannt

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