| Annette Rößler |
| 18.02.2022 14:00 Uhr |
Die beiden Studien zeigen, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) mit ihrer Empfehlung für eine zweite Booster-Impfung insbesondere für ältere und immungeschwächte Menschen richtig liegt. Die STIKO hatte am 3. Februar bekanntgegeben, dass sie die vierte Impfdosis für Personen ab 70 Jahren, Betreute in Einrichtungen der Pflege, Immungeschwächte ab fünf Jahren sowie Personen, die in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen beschäftigt sind, wo sie direkten Kontakt mit Betreuten haben, empfiehlt. Zu diesem Zeitpunkt hatte es sich noch um einen Beschlussentwurf gehandelt, mittlerweile wurde die Empfehlung aber im »Epidemiologischen Bulletin« veröffentlicht und damit bekräftigt.
Die STIKO-Empfehlung für den zweiten Booster beinhaltet keine Abstufung oder Priorisierung. Dass die Kommission die Zweitboosterung von Älteren und Immungeschwächten, also selbst Gefährdeten, für wichtiger hält als die von potenziellen Überträgern, deren persönliches Risiko wahrscheinlich geringer ist, zeigt sich aber indirekt daran, dass sie sie für Erstere früher empfiehlt. Laut STIKO sollen bei den ersten Gruppen zwischen der ersten und der zweiten Auffrischimpfung mindestens drei Monate liegen und bei der zweiten Gruppe im Regelfall mindestens sechs.