| Daniela Hüttemann |
| 02.04.2026 13:30 Uhr |
Die vierköpfige Crew der Artemis-II-Mission: Jeremy Hansen, Commander Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Christina Koch (von links). / © NASA/Kim Shiflett
Um 18:35 Uhr Ortszeit ist die SLS-Trägerrakete mit der Orion-Raumkapsel und der vierköpfigen Besatzung am Kennedy Space Center in Florida gestartet. Mit dabei haben die drei Astronauten und die Astronautin 189 Gerichte, verrät ein Fun-Fact-Sheet der NASA, darunter viele Tortillas, Brot, vegetarische Quiche, Frühstückswürstchen, Couscous mit Nüssen, Granola, Obstsalat und Nüsse. Sogar fünf verschiedene scharfe Saucen gibt es, Ahornsirup, Erdnussbutter und Schokoladenaufstrich.
Dazu stehen zehn verschiedene Getränke zur Auswahl – kein Alkohol, dafür genug Kaffee für 43 Tassen, was etwa einer Tasse pro Tag und Crew-Mitglied entspricht. Jedem Astronauten sind zwei Getränke mit Geschmack (inklusive Kaffee) am Tag gestattet.
»Die an Bord von Artemis II mitgeführten Lebensmittel sind darauf ausgelegt, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Besatzung während der Mission um den Mond zu unterstützen«, erklärt die NASA. Die Auswahl der Lebensmittel erfolgte in Abstimmung mit Experten für Weltraumnahrung und der Besatzung, um Kalorienbedarf, Flüssigkeitszufuhr und Nährstoffaufnahme in Einklang zu bringen und gleichzeitig den individuellen Vorlieben der Besatzungsmitglieder Rechnung zu tragen. Auch das Packgewicht spielte eine Rolle.
Ein Kühlschrank oder Küchengeräte sind nicht an Bord, sodass ausreichende Haltbarkeit und einfache Handhabung ausschlaggebend sind. Zudem soll das Essen möglichst nicht krümeln. Die Verpflegung bestehe aus verzehrfertigen, rehydrierbaren, thermostabilisierten oder bestrahlten Lebensmitteln, heißt es von der NASA. Die Besatzung nutzt den Trinkwasserspender der Orion, um Speisen und Getränke zu rehydrieren sowie einen kompakten, aktentaschenartigen Speisenwärmer, um Mahlzeiten bei Bedarf zu erwärmen.
Zur Weltraumapotheke gibt es dieses Mal keine so genaue Auflistung. Mit an Bord sein dürfte aber beispielsweise Bisacodyl. Denn in der Mikrogravitation und bei eingeschränkter Bewegung, verändertem Schlaf-Wach-Rhythmus, einer angepassten Ernährung und einer restriktiven Flüssigkeitszufuhr kann es zu Verstopfung kommen. »Der Wegfall einer gerichteten Schwerkraft führt zu veränderten Druck- und Lageverhältnissen von Nahrung, Gasen und Flüssigkeiten im Verdauungstrakt«, heißt es in einer Pressemitteilung von Dulcolax-Hersteller Opella. »Hinzu kommen charakteristische Flüssigkeitsverschiebungen in den Oberkörper mit veränderter Darmdurchblutung.«