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Dubiose Warnung vor mRNA-Impfstoffen

Arztpraxen werden aktuell offenbar massenhaft von einer Gruppe namens »Medizinischer Behandlungsverbund« (MBV) aufgefordert, wegen angeblicher Haftungsrisiken keine mRNA-Impfstoffe mehr zu verwenden. Hinter der Aktion steckt anscheinend ein bekannter Impfskeptiker. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) hat das Schreiben bereits als unecht bewertet und prüft nun rechtliche Schritte.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 04.12.2023  14:45 Uhr

MBV einschlägig bekannt

Der MBV hat seinen Sitz im niedersächsischen Jesteburg, Geschäftsführer ist Markus Bönig. Der Unternehmer ist in der Apothekenbranche einschlägig bekannt und hatte während der Corona-Pandemie mit verschiedenen Geschäftsmodellen auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem konnten sich Verbraucher für 17,49 Euro auf der Internetseite »Nachweis Express« eine »vorläufige Impfunfähigkeitsbescheinigung« ausstellen lassen. Das Oberlandesgericht Celle (OLG) bewertete die hier vertriebenen Dokumente jedoch als unrichtige Gesundheitszeugnisse und untersagte die Bewerbung.

Was es mit der aktuellen Aktion auf sich hat und ob Bönig tatsächlich Absender des Schreibens ist, war auf Nachfrage bislang nicht zu erfahren. Unter der auf dem Schreiben des MBV angegebenen Telefonnummer meldet sich nur der Anrufbeantworter der »Corona Impfschadenhilfe«. Individuelle Reaktionen auf Anfragen gibt es derzeit nicht, Anrufer werden auf die Internetseite verwiesen. Tatsächlich hat sich das PEI gegenüber der »Tagesschau« schon im Juli über die Aussagen der Impfskeptiker geäußert und ihnen jede wissenschaftliche Grundlage abgesprochen.

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