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Suchtbericht

Drogenbeauftragte fordert Werbeverbot für E-Zigaretten

Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), dringt auf ein umfassendes Verbot von Plakatwerbung fürs Rauchen. Dabei hat sie auch E-Zigaretten im Blick.
dpa
05.11.2019
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Es müsse so sein, dass herkömmliche Zigaretten, Erhitzer und auch E-Zigaretten nicht mehr in der großen Außenwerbung stattfinden dürften, sagte Ludwig am Dienstag in Berlin bei der Vorlage des neuen Drogen- und Suchtberichts der Regierung. »Die E-Zigarette ist kein Wellnessprodukt.« Es fehlten Langzeitstudien zu Auswirkungen auf die Gesundheit.

Gerade bei jungen Menschen sei die E-Zigarette im Kommen. Es sei wichtig, dass die Koalition beim Tabakwerbeverbot den Sack nun zumache, »und zwar komplett«, sagte Ludwig. Sie warnte davor, in einem »halben Schritt« nur ein Verbot für Zigaretten und Erhitzer zu machen. Dann werde man feststellen, dass es an Haltestellen oder im Internet nur noch Werbung für E-Zigaretten gebe. »Das will ich nicht.«

In die lange festgefahrene Debatte ist Bewegung gekommen, nachdem die Union generellen Widerstand dagegen aufgegeben hat. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich für ein Werbeverbot ausgesprochen und gesagt: »Bis zum Jahresende werden wir eine Haltung dazu finden.« In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf an der Union gescheitert. Nun geht es darum, Beschränkungen auf Außenwerbung und Kinos auszuweiten. Offen ist, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden. Die SPD fordert dies auch für E-Zigaretten.

 

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