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Antikoagulation
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DOAK im Aufwind

Seit mehr als 60 Jahren werden Vitamin-K-Antagonisten (VKA) zur Antikoagulation genutzt. In bestimmten Indikationen haben ihnen mittlerweile die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) den Rang abgelaufen.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 07.04.2020  09:00 Uhr
Was ist in der Praxis zu beachten?

Was ist in der Praxis zu beachten?

Apixaban, Edoxaban und Dabigatran können unabhängig von, hoch dosiertes Rivaroxaban (15/20 mg) muss mit einer Mahlzeit genommen werden. Eine vergessene Dosis kann der Patient am gleichen Tag einnehmen, aber nicht am nächsten Tag nachholen. Bei Schluckbeschwerden kann man die DOAK außer Dabigatran mörsern und auch über eine Magensonde geben. Dabigatran darf nicht ausgeblistert werden, da es sehr feuchtigkeitsempfindlich ist.

Wann ist die Antikoagulation zu unterbrechen? Nicht vor zahn- und augenärztlichen Eingriffen, sondern nur bei Eingriffen mit hohem Blutungsrisiko. Das perioperative Management ist genau geregelt.

Trenks Fazit: Medizinische Leitlinien und Patienten bevorzugen eindeutig die DOAK, aber die Behandlungskosten sind bis zu zwölf Mal höher als bei VKA. DOAK dürfen nicht eingesetzt werden bei Patienten mit künstlichen Herzklappen, mittlerer und schwerer Mitralstenose oder Antiphospholipid-Syndrom. Gute Therapieadhärenz sei in der Antikoagulation immer ein Muss.

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