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Neue Staatssekretäre

Dittmar und Franke bringen Apothekenexpertise ins BMG

Sabine Dittmar und Edgar Franke (SPD) werden nach Informationen der PZ parlamentarische Staatssekretäre im Bundesgesundheitsministerium. Sowohl Dittmar als auch Franke waren in ihrer Fraktion bereits für apothekenpolitische Themen zuständig.
Benjamin Rohrer
07.12.2021  12:52 Uhr

Die neue Spitze des Bundesgesundheitsministeriums nimmt Formen an. Nachdem am gestrigen Montag bekannt geworden war, dass Professor Karl Lauterbach Bundesgesundheitsminister wird, stehen nach Informationen der PZ jetzt auch die neuen parlamentarischen Staatssekretäre fest. Demnach sollen Sabine Dittmar aus Bayern und Edgar Franke aus Hessen Lauterbach in seiner neuen Funktion unterstützen.

Den Apothekern dürften sowohl Dittmar als auch Franke bestens bekannt sein. Sabine Dittmar ist 2013 erstmals über die Landesliste der SPD Bayern in den Bundestag eingezogen und war in ihrer ersten Legislaturperiode Berichterstatterin für apothekenpolitische Themen in ihrer Fraktion, bevor sie in ihrer zweiten Legislaturperiode zur gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion gewählt wurde. Nachdem Dittmar den Job als Sprecherin übernahm, wurde Edgar Franke zu ihrem Nachfolger gewählt: In den vergangenen Jahren war Franke Berichterstatter in Sachen Apotheken.

Dittmar und Franke verfügen über langjährige Expertise in der Gesundheitspolitik. Sabine Dittmar ist ausgebildete Kinderpflegerin und approbierte Ärztin, führte jahrelang gemeinsam mit ihrem Mann eine Hausarztpraxis in Unterfranken und saß in den vergangenen beiden Legislaturperioden dann im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Edgar Franke ist studierter Jurist und wurde erstmals 2009 als Direktkandidat im Landkreis Schwalm-Eder ins Parlament gewählt. Franke war zunächst rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion, bevor er 2014 den Vorsitz des Gesundheitsausschusses übernahm. 2018 wurde er zudem zum Opferbeauftragten der Bundesregierung ernannt. In der nun endenden Legislaturperiode war Franke zudem stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten und somit Dittmars Stellvertreter.

Gegenüber der PZ erklärte Dittmar, die zuletzt auch als Ministerin gehandelt wurde: »Dass es nicht das Ministeramt geworden ist, ist definitiv keine Enttäuschung. Karl Lauterbach ist eine gute Wahl, gerade, wenn es darum geht, Corona wirkungsvoll zu bekämpfen. Die Aufgabe als Staatssekretärin ist gewiss eine Herausforderung, aber auch eine Anerkennung für meine Arbeit in den vergangenen Jahren.« Zu ihren persönlichen Zielen und möglichen Arbeitsbereichen erklärte sie: »Unser Ziel muss es sein, dass alle Menschen in Deutschland medizinische und pflegerisch gut versorgt werden. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und eine Reform der Krankenhausfinanzierung. Covid hat uns gezeigt, dass wir den öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung neu aufstellen müssen. Das sind nur einige Punkte, die uns in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigen werden. Es gibt viel zu tun! Ich freue mich drauf!«

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