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Ernährungspläne im Vergleich
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Diese Diäten sind gut für die Herzgesundheit

In einer wissenschaftlichen Stellungnahme bewertet die American Heart Association mehrere beliebte Diäten danach, wie  gut sie für die Herzgesundheit sind. Dabei schneiden unterschiedliche Diäten teils sehr verschieden ab. Sehr gute bis gute Bewertungen erhielten vor allem der DASH (Dietary Approaches to Stop Hypertension)-Ernährungsplan sowie mediterrane, pescetarianische und vegetarische Diäten.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 23.06.2023  11:00 Uhr

Die Hitliste der Diäten

Am besten schnitt nach dieser Bewertungssystematik die DASH-Diät ab, die eine perfekte Bewertung erhielt, da sie die Vorgaben aller Punkte des Leitfadens der AHA erfüllt. Die Diät empfiehlt wenig Salz, Zucker, Alkohol, tropische Öle und verarbeitete Lebensmittel. Andererseits werden reichlich nicht stärkehaltige Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten empfohlen. Die Proteine stammen meist aus pflanzlichen Quellen (wie Hülsenfrüchten, Bohnen oder Nüssen), zusammen mit Fisch oder Meeresfrüchten, magerem Geflügel und Fleisch sowie fettarmen oder fettfreien Milchprodukten.

Auch die mediterrane Ernährungsweise wird hoch bewertet. Abstriche gibt es nur, da hier nicht explizit auf einen Verzicht von zugesetztem Salz hingewiesen wird und da ein moderater Alkoholkonsum erlaubt ist.

Ebenfalls mit einer hohen Punktzahl (> 85) versehen wurden pescetarische und vegetarische Ernährungspläne, unabhängig davon, ob sie Eier, Milchprodukte oder beides enthalten oder ob auf diese verzichtet wird.

Vegetarisch/vegane und fettarme Diäten nehmen den zweiten von vier Plätzen ein

In der zweiten Gruppe rangieren die vegetarisch/veganen und die fettarmen Diäten. Hier vergab das Expertengremium 75 bis 85 Punkte. Positiv wurde bewertet, dass bei diesen Diäten Wert auf den Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen gelegt wird, während Alkohol sowie Lebensmittel und Getränke mit Zuckerzusatz eingeschränkt werden.

Die Einschränkungen in der veganen Ernährungsweise können es nach Meinung der Experten jedoch erschweren, dass sie langfristig oder beim Essen außer Haus eingehalten werden. Zudem birgt eine vegane Ernährungsweise das Risiko eines Vitamin-B12-Mangels.

Bei den fettarmen Diäten werden oft alle Fette gleich behandelt, während die AHA-Leitlinien hier durchaus differenzieren und vorschlagen, gesättigte Fette durch gesündere Fette wie einfach und mehrfach ungesättigte Fette zu ersetzen. Diejenigen, die eine fettarme Diät einhalten, konsumieren möglicherweise zu viele ungesunde Kohlenhydratquellen wie zugesetzter Zucker und raffiniertes Getreide.

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