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Raumluftüberwachung
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Detektor erkennt Coronaviren in fünf Minuten in Innenräumen

Als einen der wichtigsten Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 während der Pandemie galt das Lüften von Innenräumen. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme ohne Hinweise darauf, ob sich Viruspartikel in der Luft befanden. Nun wurde ein Prototyp eines Luftmonitors vorgestellt, mit dessen Hilfe sich Viruspartikel in der Luft in Echtzeit nachweisen lassen.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 12.07.2023  15:00 Uhr

Kompaktes Gerät mit hoher Durchflussrate

»Im Moment gibt es nichts, was uns sagt, wie sicher ein Raum ist«, sagt Professor Dr. John R. Cirrito von der Washington University, ebenfalls einer der Seniorautoren. »Wenn man mit 100 Leuten in einem Raum ist, möchte man nicht fünf Tage später herausfinden, ob man krank sein könnte oder nicht. Die Idee bei diesem Gerät ist, dass man im Wesentlichen in Echtzeit oder alle fünf Minuten erkennen kann, ob ein Virus vorhanden ist.«

Während die meisten bisher kommerziell verfügbaren Bioaerosol-Probenahmegeräte mit relativ niedrigen Durchflussraten arbeiten, saugt der hier vorgestellte Luftmonitor etwa 1000 Liter Luft pro Minute an, was ihn zu einem der Geräte mit der höchsten Durchflussrate auf dem Markt macht. Außerdem ist der Monitor mit einer Breite von etwa 30 cm und einer Höhe von etwa 25 cm kompakt und leuchtet auf, wenn ein Virus entdeckt wird. In diesem Fall sollte die Luftzirkulation in dem Raum erhöht werden.

Für die Forschenden ist die Entwicklung des Monitors noch nicht zu Ende. »Wir beginnen mit SARS-CoV-2, aber es gibt Pläne, auch Influenzaviren, RSV, Rhinoviren und andere wichtige Krankheitserreger zu messen, die routinemäßig Menschen infizieren«, sagt Cirrito in der Pressemeldung.

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