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Weltnichtrauchertag
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Der Einstieg in den Ausstieg

Alle Raucher wissen, dass sie ohne Nikotin gesünder leben, und jeder Dritte möchte aufhören. Das ist einfach, aber nicht leicht. Meist sind mehrere Anläufe nötig, bis der Rauchstopp gelingt. Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai weist auf die Risiken des Rauchens hin.
AutorKontaktHannelore Gießen
Datum 31.05.2020  08:00 Uhr

Gute Chancen für den Rauchstopp

Ein starker Raucher hat mit einer verhaltenstherapeutisch orientierten Therapie eine Chance von etwa 30 Prozent, dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Werden zusätzlich zur Verhaltenstherapie noch Medikamente eingesetzt, erhöhe sich die Erfolgsquote auf 40 bis 50 Prozent, berichtet der Münchner Suchtmediziner aus den Erfahrungen der Tabakambulanz.

Ein Rauchstopp verbessert sehr schnell Blutdruck, Sauerstoffversorgung und Lungenfunktion. Langfristig sinkt nach einer Tabakentwöhnung auch die Gefahr von Tumorerkrankungen, in erster Linie von Lungenkrebs.

Seit einigen Wochen hat eine gute Lungenfunktion noch eine ganz andere Aktualität gewonnen. Das Coronavirus SARS-CoV-2 greift vor allem die Lunge an – noch ein Grund mehr für den Rauchstopp. Welche Rolle das Alkaloid Nikotin dabei genau spielt, ist zurzeit noch nicht klar und wird kontrovers diskutiert. »Doch wird bei einer manifesten Covid-19-Erkrankung eine Beatmung nötig, haben Raucher schlechtere Chancen als Nichtraucher. Tabakkonsum ist bis jetzt einer der wenigen Faktoren bei einer SARS-CoV-2-Infektion, den wir selbst beeinflussen können«, bringt Rüther es auf den Punkt.

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