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Lieferengpässe

Déjà-vu eines Kammerpräsidenten

Am Wochenende findet in Halle an der Saale der 16. Wochenendworkshop Patient und pharmazeutische Betreuung statt. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt, begrüßte mehr als 350 Teilnehmer. Er erinnerte in seiner Rede an das historische Ereignis vor exakt 30 Jahren – den Fall der Berliner Mauer.
Sven Siebenand
09.11.2019  18:36 Uhr

»Auch die Apotheken haben von der Wiedervereinigung profitiert«, sagte Münch. Ende der 1980er-Jahre sei das Gesundheitswesen der DDR nicht grundsätzlich schlecht gewesen. Allerdings sei es immer wieder zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln gekommen. »Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Problem 30 Jahre später wieder einholt«, nahm Münch Bezug auf die aktuellen Lieferschwierigkeiten bei vielen Medikamenten.

Der Kammerpräsident forderte die Politik auf, schnellstmöglich zu handeln, um zunächst wenigstens eine weitere Verschlechterung der Situation aufzuhalten. Die Apotheker bezeichnete er als Manager von Lieferengpässen. »Eigentlich bräuchten wir unsere Kraft allerdings für andere Dinge«, betonte Münch. Als Beispiele nannte er die Vorbereitungen auf das elektronische Rezept und die Ausweitung pharmazeutischer Dienstleistungen.

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