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Kopfschmerz-Report 2025 
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Dauerstress macht Kopfzerbrechen

Die Fallzahlen für Kopfschmerzen und Migräne nehmen seit Jahren zu. Die stetige Nutzung von Bildschirmen aller Art ist daran nicht ganz unbeteiligt. Digitale Medien werden zunehmend als nozizeptive Stressoren verstanden, erklärt der Chefarzt der Schmerzklinik Berlin, Dr. Jan-Peter Jansen.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 23.05.2025  07:00 Uhr

Alles, was entspannt

Viele Betroffene wollen ergänzend zu ihrer Medikation etwas für sich tun beziehungsweise prophylaktisch tätig werden. Das gehe gut mit einer Mischung aus Entspannungsverfahren und Ausdauersport, informierte Benjamin Schäfer. »In der Praxis ist es entscheidend, gemeinsam mit dem Patienten herauszufinden, welches Verfahren individuell passt«, so der leitende Physiotherapeut der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein.

Besonders wirksam seien laut Schäfer psychologische Verfahren wie Biofeedback, Yoga, progressive Muskelentspannung, moderates Ausdauertraining und physiotherapeutische Übungen. »Die beste Evidenz liegt für die allgemeine Empfehlung aeroben Ausdauersports sowie für das moderat intensive kontinuierliche aerobe Ausdauertraining mit einer Herzfrequenz von 64-76 Prozent der maximalen Herzfrequenz vor.« Geeignet seien Kardiotraining, Nordic Walking, Joggen, Schwimmen – ganz nach Belieben. Nur ein Bewegungsformat, das Freude bereitet, könne langfristig die Balance zwischen Aktivität und Entspannung schaffen.

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