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Digitalisierung im Gesundheitswesen

Datenschützer warnt vor Sicherheitslücken 

Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber (SPD), hat vor Sicherheitslücken in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen gewarnt. Um sich besser gegen Hackerangriffe und kriminellen Datenmissbrauch zu wappnen, könne man das bestehende Gesetz zum Schutz kritischer Infrastruktur auf weitere Teile des Gesundheitsbereichs ausweiten.
dpa
PZ
16.12.2019
Datenschutz bei der PZ

Ziel müsse es sein, die Zahl solcher Gefährdungen »massiv nach unten zu drücken«, sagte der SPD-Politiker dem »Tagesspiegel«. Wichtig sei aber auch, dass in den Gesundheitseinrichtungen nicht mit abgelaufenen Betriebssystemen oder unsicheren Cloud-Diensten gearbeitet werde.

Seine Behörde erhalte im kommenden Jahr 67 neue Stellen. Mit diesen werde man auf jeden Fall auch die beiden Referate verstärken, die sich schwerpunktmäßig mit Gesundheits- und Telematik-Anwendungen beschäftigen. Bei den Gesundheits-Apps, die demnächst von den Krankenkassen erstattet werden, müsse ebenfalls der Datenschutz überprüft werden. Es bestehe ein hohes Risiko, dass persönliche Daten über solche Anwendungen bei Wirtschaft und Werbetreibenden landeten.

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