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Wirkstoffe
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Corona-Forschung muss smarter werden

Während mit Zulassungen verschiedener Covid-19-Impfstoffe spätestens 2021 gerechnet wird, gestaltet sich die Suche nach wirksamen Medikamenten schwieriger. Was sich in der Arzneistoffentwicklung ändern muss, war diese Woche Thema beim Kongress des Weltapothekerverbands FIP.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 16.09.2020  14:48 Uhr

Optimale Dosis früher festlegen

Viel zu kurz in der Planung von Studien komme bislang die frühe Festlegung eines optimalen Dosis-Regimes, dabei sei dieses nicht nur für die Wirksamkeit entscheidend. »Jedes Milligramm zählt!«, so Rayner. Wird zu niedrig dosiert, ist die Wirkung nicht stark genug und es könnten sich Resistenzen bilden. Zu viel Wirkstoff erhöht das Risiko für Nebenwirkungen und die Kosten. »Angesichts knapper Ressourcen fehlt es dann bei anderen Patienten«, gibt der Apotheker zu bedenken. Die Dosierung sei eine Wissenschaft für sich. Dabei müsse vor allem auch die Wirkstoffkonzentration am Infektionsherd stärker berücksichtigt werden.

Und noch einen Vorschlag hat Rayner, um schneller ans Ziel zu kommen, und zwar ganz anders als in der traditionellen klinischen Entwicklung: Verschiedene Wirkstoffkandidaten sollten erst in Kombination getestet werden und dann einzeln. »Das erhöht unsere Chancen und ist der Dringlichkeit der Pandemie angemessen«, meint Rayner.

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