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Inaktiviertes Virus
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Chinesischer Corona-Impfstoff scheint sicher und mäßig immunogen

Mit »Warp Speed« werden Impfstoffe zum Schutz vor SARS-CoV-2 entwickelt. Wichtig ist es, nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen Technologien der parallel entwickelten Impfstoffklassen zu differenzieren, sondern auch den Überblick über die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität zu behalten. Eine aktuelle Publikation informiert über die frühe klinische Entwicklung eines Impfstoffs auf Basis inaktivierter SARS-CoV-2-Viren.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 18.11.2020  11:00 Uhr

Mäßige Antikörperinduktion

Die durch Coronavac induzierten mittleren Titer an neutralisierenden Antikörper lagen zwischen 23,8 und 65,4. Diese Werte sind deutlich niedriger als Werte, die typischerweise bei Personen beobachtet werden, die an Covid-19 erkrankt sind. Bei diesen beobachtet man durchschnittliche Werte von circa 163,7. Trotz dieses deutlichen Unterschieds zwischen der durch die Impfung und der durch die Krankheit induzierten Antikörpertiter werten die Wissenschaftler die Antikörperinduktion durch Coronavac als ausreichend, um vor Covid-19 zu schützen. Diese Einschätzung stützen sie auf Erfahrungen, die sie aus präklinischen Studien mit Makaken gesammelt haben. Zudem war die Studie auch nicht darauf ausgelegt, die Wirksamkeit zu beurteilen. Dies bleibt einer Phase-III-Studie vorbehalten.

Professor Dr. Fengcai Zhu, einer der Autoren der Studie, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: »Unsere Ergebnisse zeigen, dass zwei Dosen Coronavac in der Lage sind, innerhalb von vier Wochen nach der Immunisierung eine schnelle Antikörperreaktion hervorzurufen. Wir glauben, dass der Impfstoff dadurch für den Notfalleinsatz während der Pandemie geeignet ist. Auf längere Sicht, wenn das Risiko von Covid-19 geringer ist, legen unsere Ergebnisse nahe, dass die Verabreichung von zwei Dosen im Abstand von einem Monat statt im Abstand von zwei Wochen geeigneter sein könnte, um stärkere und möglicherweise länger anhaltende Immunreaktionen hervorzurufen. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um zu prüfen, wie lange die Antikörperreaktion anhält.«

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