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Coronazahlen nähern sich Plateau

Bricht die Omikronwelle?

Nach Wochen des Anschwellens scheint die Omikronwelle nicht mehr weiter an Fahrt aufzunehmen. Zumindest legen das die offiziellen Meldedaten nahe. Doch es gibt Unwägbarkeiten.
dpa
11.02.2022  14:16 Uhr

Die offiziellen Corona-Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) nähern sich in der Omikron-Welle einem Plateau – allerdings ist die Aussagekraft der Daten derzeit eingeschränkt. Zum ersten Mal seit Ende Dezember meldeten die Gesundheitsämter binnen eines Tages weniger Neuinfektionen ans RKI als am gleichen Wochentag der Vorwoche. So gab das RKI die Zahl der neuen Coronafälle am Freitag mit 240.172 an; am Freitag zuvor waren es 248.838. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg nur noch leicht auf 1472,2 (Vortag: 1465,4; Vorwoche: 1349,5; Vormonat: 387,9).

Es ist schwierig zu beurteilen, ob die offiziellen Zahlen das reale Infektionsgeschehen widerspiegeln und der rasante Anstieg bei den Ansteckungen in Deutschland tatsächlich abgebremst ist. Es könnte auch sein, dass die aktuellen Zahlen die Folge eines überlasteten Melde- und Testsystems sind. Eine Rolle könnte unter anderem auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf.

Höhepunkt der Omikronwelle Mitte Februar

Der Corona-Modellierer Professor Dr. Dirk Brockmann rechnet dennoch damit, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle demnächst erreicht wird. »Der Verlauf dieser Omikronwelle scheitelt jetzt und wir rechnen damit, dass dann die nächsten Tage das Maximum erreicht ist«, sagte der Physiker der Berliner Humboldt-Universität am Freitag im Deutschlandfunk. Nach seinen Prognosen sei Mitte Februar das Maximum erreicht.

Die Zahl der Coronapatienten auf Intensivstation ging bis Anfang Februar stark zurück, stieg seitdem aber – auf vergleichsweise niedrigem Niveau – wieder leicht an. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,46 an. Darunter können auch Menschen mit positivem Coronatest sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

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