| Theo Dingermann |
| 03.05.2021 16:30 Uhr |
Auch die brasilianische Behörde bemängelt Probleme bei den Herstellungs- und Scale-up-Prozessen, die für diesen Impfstoff unzureichend dokumentiert seien, wie ein Besuch der Herstellungsanlagen gezeigt hätte.
Zur Rechtfertigung der weitreichenden Entscheidung betonte der Generaldirektor für Medikamente bei Anvisa, Gustavo Mendes, gegenüber dem Nachrichtensender CNN am 28. April, die Entscheidung der Behörde, den Antrag auf den Import von Sputnik V abzulehnen, basiere auf dem Vorsorgeprinzip. »Der Impfstoff hat das Potenzial, ein gentechnisch verändertes Adenovirus zu erzeugen, dessen Reaktionen im menschlichen Körper und dessen mögliche Risiken wir nicht kennen. Wir haben Daten analysiert, die wir aus Russland erhalten haben und haben keine Studien gesehen, die die Sicherheit des Impfstoffs belegen. Nach dem Vorsorgeprinzip, dem wir uns verpflichtet fühlen, mussten wir entscheiden, den Impfstoff nicht zu empfehlen«, so Mendes.
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