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Referentenentwurf
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BPhD nimmt Stellung zum ApoVWG

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland hat ausführlich Stellung zum Referentenentwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) bezogen. Die Ausweitung der apothekerlichen Kompetenzen und Dienstleistungen werden begrüßt. Für die Vertretung durch PTA haben die Studierende eigene Ideen.
AutorKontaktPZ
Datum 07.11.2025  15:15 Uhr

Während der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) einige Vorhaben im geplanten Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ausdrücklich begrüßt, unter anderem die Ausweitung der pharmazeutischen Dienstleistungen oder des Impfangebots in Apotheken sowie die geplante Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne Rezept in bestimmten Fällen, seien andere Ansätze »unzureichend durchdacht«. Aus Sicht des BPhD greift der Referentenentwurf zu kurz, da er nicht alle relevanten Aspekte der Apothekenversorgung berücksichtigt.

Der Verband nutzte die Stellungnahme auch dazu, erneut auf die überfällige Novellierung der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) hinzuweisen und betonte, dass die Reform eine gute Chance sei, dieses Vorhaben zu berücksichtigen. »Bleibt dieser Aspekt jedoch unberücksichtigt,

besteht die Gefahr, dass wichtige Chancen zur Modernisierung der Ausbildung ungenutzt bleiben und

die pharmazeutische Ausbildung nicht in vollem Umfang mit den Entwicklungen im Gesundheitswesen Schritt hält.«

Ausweitung der pDL und des Impfangebots

Der Referentenentwurf sieht vor, die bisherigen fünf vergüteten pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) um vier zu erweitern: 

  • Beratungen mit Messungen zu Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus
  • eine Kurzintervention zur Prävention tabakassoziierter Erkrankungen
  • eine erweiterte Einweisung in die korrekte Anwendung von Autoinjektoren sowie
  • ein Medikationsmanagement bei komplexer oder neu verordneter Dauermedikation (das von Ärzten verschrieben werden muss).

Die Ausweitung und auch die Verordnungsfähigkeit, die die interprofessionelle Zusammenarbeit stärke, unterstützt der Studierendenverband ausdrücklich. Außerdem würden pDL dadurch stärker von der Bevölkerung wahrgenommen. Als weitere mögliche pDL könne sich der BPhD etwa (Notfall-)Verhütungsberatung oder Kapillarblut-Untersuchungen auf verschiedene Krankheitsmarker vorstellen.

Des Weiteren  unterstützt der Verband die geplante Erweiterung des Covid- und Grippe-Impfangebots in Apotheken um Totimpfstoffe »mit Nachdruck« – und schlägt vor, dass auch Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) nach einer entsprechenden Schulung impfen sollen dürfen. Für die Verimpfung von Totimpfstoffen soll es ergänzend zur bisherigen Impfschulung eine Ergänzungsschulung geben.

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