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PEI-Sicherheitsbericht
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Bislang vor allem Lokal- und Allgemeinreaktionen

Das Paul-Ehrlich-Institut hat seinen dritten wöchentlichen Bericht über gemeldete Verdachtsfälle unerwünschter Reaktionen nach einer Covid-19-Impfung veröffentlicht. Erstmals sind auch einige wenige Daten zum Moderna-Impfstoff dabei. Bislang entsprechen die Sicherheitsprofile denen der Zulassung. Besonderes Augenmerk richtet das PEI auf 21 Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang, anaphylaktische Reaktionen und Gesichtslähmungen.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 21.01.2021  15:22 Uhr

Drei Verdachtsfälle mit Gesichtslähmungen

Dem PEI wurden auch drei Verdachtsfälle einer Lähmung einer Gesichtsmuskulatur (Fazialisparese) gemeldet, die innerhalb von ein bis vier Tagen nach einer Comirnaty-Impfung auftraten. Einer davon sei anonym mit nur minimalen Informationen über das Web-Meldeportal erfolgt. Hier konnte nicht geklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Fazialisparese handelt. Die Erkrankungsrate einer idiopathischen Fazialisparese liege normalerweise bei etwa 23 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. »Die derzeit dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldete Zahl einer Fazialisparese nach Comirnaty ist deutlich geringer als die erwartete Zahl«, schreibt die Behörde. Ein Sicherheitssignal sei bislang nicht zu sehen.

In den Zulassungsstudien von Comirnaty wurden einzelne Fälle gemeldet. In den Fachinformationen wird das Auftraten eines vorübergehenden einseitigen Herabhängen des Gesichts in der Kategorie »selten« eingestuft (0,01 bis 0,1 Prozent der Geimpften).

Insgesamt stünden die Meldungen im Einklang mit den Angaben der aktuellen Fach- und Gebrauchsinformationen. Das PEI berichtet seit Januar wöchentlich über erfasste Verdachtsmeldungen und deren Auswertung.

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